Freitag, April 28, 2006

Ich bin es selbst



Aus dem hl. Evangelium nach Lukas 24: 35-48

Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.
Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.
Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen?
Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.
Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier?
Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch;
er nahm es und aß es vor ihren Augen.
Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist.
Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift.
Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen,
und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
Ihr seid Zeugen dafür.

Mit großer Eindringlichkeit führt Jesus seine Jünger zur Erkenntnis und zur Einsicht, dass er wirklich vom Tod erstanden ist; dass er es selber ist und nicht bloß ein Gespenst von ihm: Für alle Sinne gibt er sich ihnen zu erfahren: Sie sollen ihn anfassen, sie sollen ihn sehen, sie sollen ihn hören!
So hält er ihnen seine Hände und seine Füße hin; er isst vor ihren Augen einen gebratenen Fisch; und schließlich verwurzelt er, was sie sehen und angreifen, im Gespräch in der hl. Schrift des ersten Bundes: Im Gesetz des Mose, bei den Propheten, in den Psalmen. So öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift, in der geschrieben steht: „Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.“ (Lk 24,46f.)
Jesus ist wie ein guter Baumeister, der ein festes Fundament legt für die Kirche, die seine Jünger aufbauen sollen. Dieser Grund ist er selber: „Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.“ (1Kor 3,11)
Diese Grundlegung der Kirche können wir mit einem anderen, sanfteren Bild beschreiben: Mit dem eines Webers. Jesus webt sich nämlich hinein in die Geschichte der Menschheit, indem er auf die Wurzeln verweist, die im ersten Bund zu finden sind und aus denen er wie ein Lebensbaum hervor wächst. Oder sagen wir es noch genauer: Jesus steht dazu, dass sein Leben von Gott in die Menschheitsgeschichte hineingeknüpft worden ist. Er kappt als Auferstandener die Verbindung zu uns Menschen nicht mit den Worten: Und nun ade du schnöde Menschheit! Indem er in die deprimierte und verängstigte Gemeinschaft seiner Jünger zurückkehrt und zu seinen biblischen Wurzeln steht, legt er Zeugnis ab von einer treuen Liebe, die über den Tod hinausgeht, bis in den Himmel reicht und in alle Ewigkeit dauert. Das ist göttliche Treue – ohne Grenzen, ohne Maß. Ist es nicht tröstlich mit so treuer Liebe geliebt zu werden? Ermutigt uns das nicht zur Versöhnung mit unseren Mitmenschen und mit uns selber? Lädt diese treue Liebe des Herrn nicht ein, dass wir sie mit treuer Liebe beantworten – in dem Maß, wie wir es eben vermögen? Verlockt uns das nicht, mit neuen Augen auf unsere Vergangenheit zu blicken und neu zu bedenken, dass auch unser Leben allem Dunkel zum Trotz darauf angelegt ist, in Christus eine Licht- und Lebensfülle zu entfalten, die einmalig ist, die auf jeden von uns hin maßgeschneidert ist, die nur jeder einzelne auf seine Art entfalten kann? Wie viel unverwüstliche Kraft liegt im Verhalten Jesu, unsere Häupter voll Vertrauen zu erheben und die Erlösung anzunehmen, die uns in ihm geschenkt ist. Jesus ist aus dem Grabe auferstanden und seinen Jüngern erschienen, damit auch sie mit ihm auferstehen; und damit auf Grund ihres Zeugnisses auch wir mit ihnen auferstehen!
Die erste Reaktion der Jünger auf Jesu Erscheinen ist Erschrecken; denn Jesus begegnet ihnen wie sie es nicht erwartet haben. Mit diesem Jesus haben sie nicht mehr gerechnet. Dieser Jesus sprengt ihren Erwartungshorizont. Die Türen hinter denen die Jünger sich versteckt haben erweisen sich als undicht: Da gibt es in Jesus eine Kraft, die sie nicht abhalten können. Diese Kraft, in der Jesus durch die verschlossenen Türen hereinkommt weist auf die Kraft hin, in der die Jünger diese Türen öffnen und vor das Volk hinaustreten werden, um Zeugnis abzulegen von Jesus Tod und Auferstehung zur Umkehr und zur Vergebung der Sünden – wie wir es in der ersten Lesung gehört haben. Es ist dies die Kraft des Hl. Geistes, die Jesus ihnen einhaucht und mit der er sie erfüllt.
Wir müssen beim heutigen Evangelium an die fest verriegelten Kammern unserer Leidenschaften denken, an die versperrten Verließe unserer entwürdigenden Abhängigkeiten, an die arg verstellten Winkel unserer erbärmlichen Angst; an jene Orte unseres Lebens, an denen wir Jesus am allerwenigsten erwarten. Genau dorthin möchte Jesus treten; genau dort möchte Jesus uns bestürzt machen; genau dort soll neues Leben beginnen; genau dort sollen wir in der Kraft des Geistes, die Jesus uns schenkt, die Türen aufsperren und öffnen, damit wir in eine neue Freiheit hinaustreten, um den Menschen zu bezeugen, dass Jesus wirklich lebt und dass er uns begegnet ist; dass die Vergebung der Sünden eine Wirklichkeit und vollkommene Umkehr möglich ist, weil wir in Jesus unseren Beistand beim Vater haben.

Sonntag, April 23, 2006

Selig, die nicht sehen und doch glauben!


 
Aus dem hl. Evangelium nach Johannes 20:19-31

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.
Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan.
Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.



„Selig, die nicht sehen und doch glauben!“

Es ist nicht so, dass Thomas ungläubiger gewesen wäre, als die übrigen Apostel. Sie haben sich mit dem Glauben genauso schwer getan: Keiner von ihnen glaubte den Frauen, als sie die Auferstehung Jesu verkündeten. Die anderen hatten es wie Thomas auch nötig, dass Jesus höchst persönlich ihnen erscheine, um sie von seiner Auferstehung zu überzeugen. Zufällig war Thomas nicht dabei, als Jesus den Jüngern erschien. Und ihrer Erzählung brachte er den gleichen Unglauben entgegen, den auch die anderen Jünger hatten, bevor Jesus ihnen erschienen ist.
Thomas ist nicht nur beispielhaft im Unglauben; er hat sich schon früher hervorgetan in seiner Bereitschaft, mit dem Herrn zu sterben: „Da sagte Thomas, genannt Didymus (Zwilling), zu den anderen Jüngern: Dann lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben.“ (Joh 11,16) Auch damals war er wie alle anderen leidensmutig – solange das Leiden noch fern war. Im Angesicht des Leidens jedoch ist auch er schwach geworden und wie bei den anderen ist auch sein Mut in der unbarmherzigen Sonne des Leidens wie Butter dahin geschmolzen. Wenn man sich wie Thomas besonders hervortut, dann ist im Versagen die Enttäuschung auch besonders groß. Ob Thomas sich seine Feigheit und seine Verweigerung, mit dem Herrn zu leiden und zu sterben, verzeihen konnte? Und dann vor allem: konnte er Jesus so groß sein lassen, ihm sein Versagen zu verzeihen? Auch wir tun uns ja schwer, anzunehmen, dass der Herr größer ist als unser Herz, und dass er uns von Herzen verzeiht, was wir uns selber kaum verzeihen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies den Thomas zusätzlich hinderte, gläubig anzunehmen, was die übrigen Jünger ihm über Jesus erzählten – und ihm jene Worte sagen ließ, die ihn im heutigen Evangelium erneut hervorheben.

Und es ist in der Tat ein übergroßes Zeichen seiner erbarmenden Liebe, dass Jesus so ganz auf die Glaubensnot und den Wunsch seines Jüngers eingeht, ihm die Narben an seinen Händen und an seiner Seite zum Berühren hinhält und so durch die Wundmale seines Leibes die Wunde des Unglaubens bei Thomas heilt. Zugleich sagt Jesus aber, dass selig ist, wer nicht sieht und doch glaubt.
Schauen wir uns nun diesen Glauben an, der nach den Worten Jesu selig macht. Es ist ganz offenbar ein Glaube, der vom Hören kommt; der das Gehörte nicht erst sehen und mit den Händen angreifen muss, ehe er es glaubt. Wir misstrauische Sinnenmenschen des 21. Jahrhunderts sind da besonders gefordert. Dieser Glaube ist nicht Leichtgläubigkeit, mit der man etwa jede x-beliebige Nachricht glaubt, die uns über die Medien erreicht. Dieser Glaube achtet sehr wohl darauf, wem er vertraut; er sieht auf das Leben derer, die zu ihm sprechen und erkennt, dass sie für ihre Botschaft mit ihrem Leben Zeugnis ablegen; ihre Botschaft ist an ihrem Leben ablesbar; das macht die Boten glaubwürdig.
Aber die Selbstmordattentäter unserer Zeit geben doch auch ihr Leben hin für ihre Botschaft. Gewiss! Dabei reißen sie aber unzählige Menschen mit in den Tod! Die Boten von Jesu Auferstehung jedoch führen durch ihr Lebenshingabe zahllose Menschen zum Leben.
Zudem ist die Botschaft, die sie verkünden, nicht die Meinung von Einzelgängern sondern die Grundlage der Gemeinschaft der Kirche, die die Jahrhunderte und Generationen überdauert. Das hängt wesentlich mit dem Inhalt der Botschaft zusammen. Dieser Inhalt ist nicht eine Sache sondern eine Person: Jesus Christus, die Mensch gewordene Güte Gottes zu uns. Darum hört den Herrn, wer seine Boten hört. „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.“ (Mt 10,40)
Heute am Barmherzigkeitssonntag wollen wir also durch unseren auferstandenen Herrn Gott preisen, der reich ist an Erbarmen und der durch Jesus sein Innerstes uns eröffnet hat: Ein Herz so voll Güte und Erbarmen! Damit möchte er unser Herz berühren. Ein Fest von Herz zu Herz soll der Barmherzigkeitssonntag sein. Gott will uns in seiner Barmherzigkeit jene Kraft zeigen, die uns selber, die Kirche und die ganze Welt erneuert; und er will uns diese Kraft schenken. Werden wir von neuem Schüler, Werkzeuge, Kinder der Barmherzigkeit Gottes. Denn dazu sind wir in der Taufe berufen.

Sonntag, April 16, 2006

Da erkannten sie ihn ...


Aus dem hl. Evangelium nach Lukas 24:13 – 35

Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.
Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.
Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen.
Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, sodass sie ihn nicht erkannten.
Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen,
und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?
Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk.
Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen.
Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist.
Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab,
fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe.
Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.
Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.
Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?
Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.
So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen,
aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben.
Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen.
Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.
Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?
Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt.
Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.
Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.



Auch bei diesen beiden Männern ist die Verbindung zu Jesus unverkennbar; wie bei den Frauen heute Nacht und heute vormittags im Evangelium: die Frauen im nächtlichen Osterevangelium wollten Jesu Leichnam einbalsamieren. Magdalena heute Vormittag suchte Jesus, den sie nicht mehr im Grabe vorfand.
Die beiden Männer auf dem 11 km langen Weg von Jerusalem nach Emmaus gehörten zu seinen Jüngern; sie haben in Jerusalem jenen Ort verlassen, an dem das Schicksal Jesu im Tod am Kreuz grausam zu Ende ging; mit den übrigen Jüngern haben sie jene Gemeinschaft verlassen, die drei Jahre lang Jesu Worte gehört und seine Werke erlebt hat. Und schließlich haben sie miteinander über all das gesprochen, was sich mit Jesus in Jerusalem ereignet hatte: Sie haben so was wie eine Nachlese gehalten über diese traurigen Ereignisse. Und dass sie sich dabei von Jerusalem und den übrigen Jüngern entfernt haben dürfen wir als Auflösungserscheinung einer Gemeinschaft betrachten, die in Jesus die tragende und verbindende Mitte verloren hat. Wir können sagen: die lebensgeschichtlichen und emotionalen Verbindungen mit Jesus sind stark – so stark, dass sie ihn selber nicht erkennen, als er zu ihnen stößt und sich ihnen anschließt. Wie heißt es: „Sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn nicht erkannten.“ (Lk 24,16) Und dabei waren sie schon mit der aktuellsten Nachricht über Jesus konfrontiert: „Einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.“ (Lk 24,22-24) Die zwei haben die Botschaft von Jesu Auferstehung bereits vernommen! Aber keine Freude, kein neues Leben! Sie sind noch mit dem alten Sauerteig erfüllt. (vgl. 1Kor 5,7) Sie können nicht glauben!
Wie reagiert Jesus auf das Verhalten seiner beiden Jünger? Er hält ihnen zwar ihre Schwerfälligkeit im Glauben vor. Merkwürdigerweise macht er aber nicht kurzen Prozess mit ihnen und sagt: „Ich bin es selbst! Fasst mich doch an!“ (Lk 24,39) Nein, er geht mit ihnen einen „Umweg:“ Die erste Station dieses Umweges sind die Schriften des ersten Bundes: „Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.“ (Lk 24,27) Das wird im Wesentlichen nichts anderes gewesen sein, als all das, was auch wir in den Tagen vor Ostern gehört haben und was er selber schon in den drei Jahren Wanderschaft seinen Jüngern erzählt hat: die Geschichte mit der Schlange etwa, die Moses in der Wüste erhöht hat; oder die 4 Lieder vom Gottesknecht beim Propheten Jesaja und schließlich z.B. Psalm 22. Das sind alles Texte, die wie ein Vorlauf beim Schnapsbrennen noch nicht das Wahre sind aber auf die Erfüllung durch Jesus hinweisen. Diese 1. Station zeigt Wirkung: Indem er ihnen so den Sinn der Schrift erschloss, begann ihr Herz zu brennen (vgl. Lk 24,32) Aber der Ostergroschen fiel noch nicht; das Osterlicht ging ihnen noch nicht auf; zum Durchbruch braucht es noch mehr – nämlich die 2. Station: „Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn.“ (Lk 24,30f.) Die Mahlgemeinschaft, die er vor seinem Leiden mit ihnen gehalten hatte, das Letzte Abendmahl, das er auf seinen Tod hin gedeutet, gegessen und getrunken hat – das brachte den Durchbruch. Ihre Trauer wandelt sich in Freude, sie brechen auf und kehren sogleich in die Gemeinschaft der übrigen Jünger zurück. Jesus erweist sich erneut als die Gemeinschaft stiftende Mitte seiner Jünger; nunmehr aber als der Auferstandene, der immer bei ihnen bleiben wird als ihre Mitte und ihr Haupt.

Schauen wir von der Geschichte mit den Emmausjüngern nun auf unser Leben. Ist es nicht so, dass auch wir zwar die Botschaft von Jesu Auferstehung hören, aber uns auch schwer tun zu glauben? Die Ursachen für unsere Schwerfälligkeit zu glauben können allerdings verschieden sein: Eine wäre, dass Wir mit unserem Unglauben zufrieden sind; wir haben uns mit ihm arrangiert und uns in ihm eingerichtet; Jesus selber zu sehen, sind wir eigentlich nicht interessiert, denn wir ahnen, dass dann unser Leben ein total anderes wird; dann geht’s unserem alten Menschen an den Kragen, und der alte Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit (vgl. 1Kor 5,8) wird mit einem kräftigen Fußtritt auf nimmer Wiedersehen vor die Tür gesetzt. Der neue Mensch wird geboren auf abenteuerliche und schmerzhafte Weise. Wie wohl wir diesen neuen Menschen nun zwar im Herzensgrund ersehnen – so ist die Anhänglichkeit an den gewohnten alten Menschen und die Angst vor einer schmerzhaften Neugeburt doch größer und möchte am Status quo unseres Lebens festhalten.
Und dann gibt es den Glauben, der so gern möchte und einfach noch nicht kann, der Glaube, der betet: „Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24) Das ist ein Glaube, der Jesus sehen möchte. Ein Glaube, dem Jesus genommen wurde und der Jesus in jener neuen Weise noch nicht sehen kann, in der sich der Herr ihm schenken möchte. Mit diesem ungläubigen Glauben sollten auch wir dem nachgehen, was uns bisher mit dem Herrn verbunden hat im Verlauf unseres Lebens: Was wir etwa mit ihm erlebten als Kinder, als Ministranten, in einer Jugendgruppe, in einer ersten begeisterten Liebe zu ihm. Und wir tun gut, wenn wir das in Gemeinschaft tun – im Gespräch, im Austausch. Und dann gehen wir mit diesem Jesus den Umweg der Emmausjünger – über die hl. Schriften beider Testamente und über die Eucharistie. Dies wird auch unsere Herzen in neuem Feuer brennen lassen und uns neue Augen schenken – Osteraugen, die den Herrn als den Auferstandenen neu erkennen werden. Und als neue Menschen werden auch wir dann mit Maria Magdalena singen können: „Er lebt, der Herr, meine Hoffnung!
Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden. Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen! Amen. Halleluja.“ (aus der Ostersequenz)

Donnerstag, April 13, 2006

Es ist vollbracht



Die Passion nach Johannes 18,1 – 19,42

Jesus! Wir haben dich auf deinem Kreuzweg begleitet bis hin an dein Grab. So weit es uns möglich war, haben wir versucht, von Herzen mit dir zu fühlen und mit dir zu leiden. Verzeih, wenn unser Mitgefühl manchmal angestrengt war und eher kümmerlich: Aber wie sollte heute unser Herz ganz bei dir sein können, da es doch sonst so oft auf dich vergisst und dir fern ist!? Verzeih uns, wenn wir nicht einmal die Dauer einer Leidensgeschichte hindurch ungeteilt und ganz aufmerksam bei dir sein konnten.
Wir haben bemerkt, dass du bewusst und entschlossen in dein Leiden hineingegangen bist. Du hast alles gewusst, was mit dir geschehen wird. Du hattest keine Angst vor dem Leiden. Du bist deinen Leidensweg stark gegangen. Du hast Rede und Antwort gestellt den Mächtigen, die dir gegenüberstanden. Du hast dein Kreuz selber getragen. Wo hast du bloß die Kraft dazu hergenommen? Wohl daher, dass du wusstest, dass in all dem Schrecklichen der Vater dir einen Kelch gereicht hat, damit du ihn trinkst. Der Vater stand hinter deinen Leiden – aber er stand auch hinter dir. Ein wahrer Leidensvater! Wohl daher kam deine Kraft, dass du wusstest, dass dein Königreich nicht von dieser Welt ist. Wohl daher, dass du wusstest, dass auch dieser Weg ein Ende hat und dass der Zeitpunkt kommt, an dem alles vollbracht ist und du deinen Geist aufgeben kannst. Wohl daher kam deine Kraft, dass du hinter all dem Schrecklichen, was dir widerfahren wird, eine Verfügung und einen Willen erkanntest, der im Wort der Schrift zum Ausdruck kommt. Es ist das Wort der hl. Schrift des Ersten Bundes. Und in diesem Wort verehrtest du den Willen des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs – der zugleich dein Vater ist, dein Abba – in einmaliger, unergründlicher Weise! Lass uns nicht erschrecken darüber dass dein Vater so grausam ist – hat er doch die Welt so sehr geliebt, dass er dich, seinen einzigen Sohn dahingab! (Joh 3,17) sondern lass uns betroffen sein über die Schrecklichkeit und Bodenlosigkeit unsere Sünde, die ein solch grausames Geschehen mit dir erforderte.
Wir haben auch Maria, deine Mutter und den Jünger, den du liebtest unter deinem Kreuz gesehen und wie du ihre Gemeinschaft in deinem Willen neu gegründet hast.
Lass uns daran erkennen, dass du auch von uns erwartest, dass wir uns gemeinsam unter dein Kreuz stellen mit ähnlicher Entschlossenheit, wie du dein Kreuz für uns angenommen hast. Und dass wir unsere Verbundenheit miteinander in dir gründen, indem wir füreinander da sind nach deinem Willen: „Liebt einander wie ich euch geliebt habe.“ (Joh 13,34)
Und wenn wir unsere Leidenswege gehen, dann lass uns an deinen Leidensweg denken: schenke uns aus dieser Erinnerung Kraft, mutig unser Kreuz anzunehmen, entschlossen unseren Weg zu gehen – getröstet durch die gläubige Gewissheit, dass du an unserer Seite bist; hast du doch verheißen, „bei uns zu sein alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20) Amen!

Samstag, April 08, 2006

Aus Liebe zu mir!?



Die Leidensgeschichte Jesu: Mk 14,1 – 15,47

Jesus!
Mit einem lauten Schrei hast du den Geist ausgehaucht. Dein Mund ist im Tod verstummt und ich soll meinen Mund nun öffnen, um zu reden? Was soll ich sagen? Mit Worten soll ich reden über das, was du im Leiden und Sterben vollendet hast? Wie kann ich es wagen, meine Worte neben deine Taten zu stellen. Worte, die zudem aus einem Herzen kommen, das sich kaum berühren lassen kann von deinem Leiden, weil es von so vielen anderen Empfindungen schon abgestumpft ist? Die aus einem Herzen kommen, das oft für dich verschlossen ist.

Nicht meinen Mund sondern dieses mein Herz will ich öffnen, in Schweigen und in Stille will ich bedenken, was ich eben gehört habe. Ich will verweilen bei den einzelnen Stationen dieses Kreuzweges; ich will mir die Menschen anschauen, die diesen Weg mitgestaltet haben; ich will mich selber suchen, wo denn ich an diesem Weg stehe und wie ich deinen Kreuzweg, Jesus, mitgestalte.

Vor allem will ich bedenken, was es wohl bedeuten mag, dass du, Jesus, dies alles durchgemacht hast nicht für irgendjemand sondern für mich, um meinetwillen. So heile denn meine Blindheit, dass ich erkenne, was an meinem Leben eine solche Tat von dir erfordert hat. In welcher Gefangenschaft ich mich denn befinde, dass du eine derartige Befreiungstat setzten musstest. Welche Übel mir anhaften, dass du derartige Übel ertragen musstest. Welchem Tod ich in die Hände gefallen bin, dass du einen derartigen Tod erleiden musstest.

Vor allem aber öffne mein Herz für die Liebe, die meinetwegen diese Leiden ertragen und diesen Tod auf sich genommen hat. Diese Liebe soll mich berühren – mehr noch als dein Leiden und Sterben. Denn diese Liebe ist eine wandelnde Kraft. Sie allein soll mich bewegen, deinen Tod zu verkünden. Sie allein kann mein Herz und mein Leben ändern. Sie allein kann mich aus der Gefangenschaft in die Freiheit, aus dem Dunkel ans Licht, aus dem Tod ins Leben rufen. Denn sie ist die Kraft, in der der Vater dir neues Leben schenken wird – und durch dich allen Menschen und der ganzen Schöpfung. Amen!

Samstag, April 01, 2006

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt ....

 
Aus dem hl. Evangelium nach Johannes 12: 20 - 33

Auch einige Griechen waren anwesend - sie gehörten zu den Pilgern, die beim Fest Gott anbeten wollten.
Sie traten an Philippus heran, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und sagten zu ihm: Herr, wir möchten Jesus sehen.
Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philippus gingen und sagten es Jesus.
Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird.
Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.
Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.
Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen.
Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen.
Die Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet.
Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch.
Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden.
Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.
Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde.







„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ (Joh 12,24)

Die Neugierde der Griechen, die im heutigen Evangelium Jesus sehen wollen ist nicht verwunderlich. Denn unmittelbar vorausgegangen ist der Einzug Jesu in Jerusalem, wo ihm die Leute Hosanna zugerufen und ihn als König Israels geehrt haben. Auch die Auferweckung des Lazarus durch Jesus ist noch in aller Munde. So ein Mensch macht neugierig! So einen Menschen muss man unbedingt gesehen haben!
Wie beantwortet Jesus nun die Neugierde dieser Griechen? Er tut es auf seine altbewährte und geliebte Weise: er antwortet mit einer Bildrede. In dieser Bildrede fährt er nun aber nicht auf der Ebene des Großartigen und Außergewöhnlichen, des Wunderbaren und des Herrlichen fort, die die Griechen zu ihm hingeführt hatte.
Ganz im Gegenteil: Jesus antwortet auf der Ebene des Unscheinbaren, des Alltäglichen, des Kleinen und des Schwachen. Ja, er antwortet auf der Ebene des Sterbens und des Todes. Er antwortet mit dem Bild vom Weizenkorn: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ (Joh 12,24) Doch gelangt er so zum Wesentlichen – zur Fruchtbarkeit. Er macht damit deutlich, dass es ihm nicht um Ruhm und Ehre geht in den Augen der Menschen, nicht um Macht und Herrlichkeit, nicht um Ansehen und Berühmtheit, nicht um all das, was die Menschen so sehr anstreben seit jeher – und natürlich auch heute! Nein, es geht ihm um Fruchtbarkeit! Er möchte, dass sein Leben fruchtbar werde für viele!
Jesus umschreibt mit dieser Bildrede sein Schicksal und seinen Lebenslauf hier auf Erden: Sein Leben als einen Weg ins Sterben und in den Tod; durch den Tod hindurch jedoch zur Fruchtbarkeit, die im ewigen Leben besteht, das Gott ihm in der Auferstehung schenkt – ihm und allen, die zu ihm gehören.
Es ist genau die Linie, die er im Letzten Abendmahl vorgibt, wenn er zu Brot und Wein spricht: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben, das ist mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Mit dem Feingespür eines wachen und nüchternen Herzens ist ganz deutlich der längere Atem zu spüren, der im Bild vom Weizenkorn weht – über diese Welt hinaus ins Ewige.
Mit diesem Bild gibt Jesus nicht nur den Griechen, die ihn sehen wollen und seinen Jüngern sondern auch uns einen Fahrplan in die Hand für die kommenden Tage, an denen wir seines Leidens und Sterbens gedenken werden.
Mit diesem Bild will Jesus uns außerdem anregen, unsere Lebenseinstellung anzuschauen und zu hinterfragen: Ob und wie wir an unserem Leben hier in dieser Welt hängen? Ob das ewige Leben für uns überhaupt eine Perspektive und eine Option ist? Wie es schließlich mit unserer Bereitschaft ausschaut, in die Erde zu fallen und zu sterben und dadurch reiche Frucht bringen zu können? Damit ist freilich nicht nur der finale Tod unseres irdischen Lebens gemeint sondern die vielen Tode vorher, die im Alltag als Herausforderungen auf uns warten.
Wenn einer mir dienen will folge er mir nach. Womöglich wollten die Griechen Jesus sehen in der stillen Absicht, in den Dienst eines so wundermächtigen und gefeierten Königs treten zu wollen, wie ihn der Einzug in Jerusalem eben dargestellt hat. Jesus hat wohl in ihr Herz gesehen.
Nun stellt Jesus gleich klar: Mir dienen ist schon recht – aber das geschieht in der Form der Nachfolge – und zwar in der Nachfolge des sterbenden Weizenkorns. Wenn sie also mit ihm was zu tun haben wollen dann ist das nur möglich, wenn sie ihre Einstellung zum Leben in seinem Sinne grundlegend ändern. Das gilt auch uns als Herausforderung und doch auch als Trost zugleich, denn auf diesem Weg einer grundlegenden christlichen Umkehr sind wir nicht allein: der Herr geht mit uns, wie er mit seinen Jüngern gegangen ist – vor seinem Tod und nachher als Auferstandener.
Von den Griechen ist im Evangelium daraufhin nicht mehr die Rede; hoffentlich sind sie nicht wie der reiche Mann, der Jesus nicht nachfolgen konnte, traurig weggegangen (vgl. Mt 19,22), weil sie ihren bisherigen Weg nicht verlassen konnten. Möge uns der Herr helfen, Weizenkorn zu werden, zu sein – mit ihm, wie er; möge er uns helfen, dass wir ihm nachfolgen und dienen können, dass wir sein können wo er ist. So möge der Herr in seinem Erbarmen uns alle an sich ziehen. Amen!