Samstag, August 29, 2009

Wo ist der Misthaufen?


Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 7: 1 – 23

1 Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf.

2 Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.

3 Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Hand voll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt.

4 Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.

5 Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?

6 Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.

7 Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.

8 Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.

14 Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage:

15 Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.

21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord,

22 Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.

23 All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.




Wo ist der Misthaufen, an dem sich die Menschen schmutzig machen?
Die Zeitgenossen Jesu meinten, er sei draußen. Darum muss der Mensch aufpassen, was er isst. Er muss unterscheiden, was rein und was unrein macht und sich entsprechend verhalten.
Jesus hingegen meint, der Misthaufen ist drinnen im Herzen des Menschen. Und unterstreicht seine Meinung sehr eindrücklich: „Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.“
Diese einseitig negative Meinung vom menschlichen Herzen macht betroffen – die Leute damals und uns heute. Aber das soll sie auch, damit jahrhunderte alte Einstellungen aufgebrochen und eine wesentliche Sichtweise wachsen kann.
Und damit wir heute die Wurzeln von viel Mist, der gebaut wird, in unserem Herzen suchen: eine wesentliche Einsicht, damit Umkehr und Erneuerung gelingen kann.

Wie konnte es mit dem menschlichen Herzen nur so weit kommen? Wie konnte zum Misthaufen verkommen, was Gott doch sehr gut geschaffen hat als sein Abbild? Durch den Teufel kam die Sünde in die Welt, lehrt uns die Schrift; und durch die Sünde der Tod. Die Sünde entsteht aber in der Entfernung von Gott. Das Wesen der Sünde ist Gottferne. Das ist das eine.

Das andere ist unser Anteil: dass wir nämlich dem Mist in unserem Herzen Aufmerksamkeit schenken, ihm Raum geben. Auf diese Weise kann er unser Denken, Reden und Tun bestimmen. Er kommt aus uns heraus und setzt sein verderbliches Wirken um uns herum fort. Das ist unser Teil an der Sünde dieser Welt.
Was sollen wir bloß tun?

Fragen wir besser vorerst: Was tut Gott? Nun, er hat sich auf diesen Mist eingelassen; er hat sich damit abgegeben. Wie kann man sich nur mit einem Misthaufen abgeben? Wer kann sich nur die Hände daran schmutzig machen? So unvernünftig kann nur einer sein, der liebt!

Das ist die zweite, noch größere Erschütterung: Jesu drastisch negative Schilderung des menschlichen Herzens weist indirekt hin auf die unglaubliche Größe der Liebe Gottes. Er steht zu seinem Werk auch wenn es von ihm abfällt; er bleibt ihm nahe auch wenn es sich von ihm entfernt. Dramatisch bezeugt die hl. Schrift diese Liebe Gottes zu seinem Lieblingsgeschöpf – dem Menschen: Das alte Testament und als Beispiel aus dem Neuen Bund die Geschichte vom barmherzigen Vater.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit der Mensch und mit ihm die Welt gerettet werde. Diese johanneischen Worte werden angesichts der heutigen Worte Jesu vom Menschenherzen zu einem hilflosen, staunenden Stammeln.

Was also sollen wir tun? Nun – Jesus beklagt sich, dass das Herz dieses Volkes weit weg ist von Gott! Bringen wir also unser Herz in Gottes Nähe. Seine unergründliche, unbesiegbare, übermächtige Liebe ist für uns eine einzige Einladung dazu. Bringen wir es dorthin zurück, wo es beheimatet ist; wo es eigentlich hingehört; wo es seinen Ausgang nahm und wo es sein Ziel hat: bei Gott!

Das Tagesgebet legt uns ein sehr ansprechendes Bild dar: Es sieht unser Herz als Garten, in den Gott die Liebe zu seinem Namen einpflanzen möge; dadurch wächst unsere Bindung an Gott und es kann im Herzensgarten wachsen, was gut und heilig ist – und dadurch den Misthaufen als das verwenden, wozu er einzig gut ist: als Dünger für das Gute!

Eine Geschichte, die hilft, unser Herz Gott näher zu bringen:
„Du, Mama“, so begann Lena, wenn sie etwas Wichtiges fragen wollte.
„Ja, Lena.“
„Warum hat Gott die Menschen erschaffen?“
Die Mutter legte ein Lesezeichen ein und das Buch beiseite.
„Ja, also...“
Das hörte Lena am liebsten, denn es bedeutete, dass Mutter zeit hatte.
„Ja, also... Hm; ja, was glaubst du eigentlich?“
Lena kuschelte sich im Schoß ihrer Mutter schloss die Augen und summte ein Lied. Nicht irgendeines sondern ihr Lied. Sie hatte dieses Lied schon wahrgenommen, als Lena noch in ihrem Schoß heranreifte – ein Hymnus an den lebendigen Gott, von dem alles Leben kommt.
Die Mutter öffnete die Augen und schaute in die strahlenden Augen Lenas: „Gott hat die Menschen erschaffen, weil er sich im Spiegel anschauen wollte!“
Die zwei schauten sich an und mussten hellauf lachen.
Dann nahm Lena Mutter an der Hand und beide liefen sie hinaus in den Garten. Es war schon Nacht geworden. Der Himmel war klar und die Sterne funkelten.
„Gott, du bist großartig,“ rief Lena zum Himmel empor.
Und Gott dachte sich: „Dieser Spiegel holt aber auch das Beste aus mir heraus!“

Freitag, August 28, 2009

Vom Vater gegeben


Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 6: 60 – 69

60 Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?

61 Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß?

62 Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?

63 Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.

64 Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde.

65 Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.

66 Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.

67 Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?

68 Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

69 Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.




Die so genannte Brotrede Jesus, die wir an den letzten Sonntagen mit angehört haben endet heute beinahe in einem Fiasko: Viele Jünger zogen sich von ihm zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher; aber Jesus nimmt nichts zurück sondern stellt es auch seinen 12 engsten Freunden frei, ihn zu verlassen: Wollt auch ihr gehen, fragt er sie. Er geht aufs Ganze. Was er gesprochen hat ist für ihn so wesentlich, dass es da keine Kompromisse gibt. Sie bleiben und tun dies unter einem großartigen Wort des Petrus: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes!“ (Joh 6:68f.)

Ist das nicht unglaublich: Was viele seiner Jünger abstößt und von Jesus trennt – eben dieses bindet die Zwölf noch enger an den Herrn!

Wer weiß wie es uns erginge, hörten wir zum ersten Mal diese Worte. Aber für unsere Ohren haben sie bereits einen 2000 Jahre langen Weg hinter sich. Auf diesem Weg haben sie sich abgeklärt, haben ihre Anstößigkeit verloren und kommen so bei uns an, dass wir sie „richtig“ verstehen. So war Kannibalismus für uns nie eine schockierende Möglichkeit, mit Jesus zu kommunizieren. Aber so kam es bei Vielen damals an, so dass sie fragen mussten: „Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben!?“ Sie blieben beim materialistischen Sinn dieser Worte hängen und sind nicht tiefer eingedrungen in den Geist und in das Leben dieser Worte. Dieses Eindringen ist ein Weg des Glaubens und dieser Weg des Glaubens ist ein Kommen zu Jesus; der Vater allein führt auf diesem Weg zu Jesus.

Ich frage mich nach der Rolle des Vaters in diesem Zusammenhang? Warum kann nur der Vater das Kommen zu Jesus geben?

Ein Angelpunkt erscheint mir die Frage, die Jesus an seine irritierten Jünger richtet: „Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?“

Damit meint Jesus seine Heimkehr zu Gott als Mensch.

Das heißt: sie ertragen es nicht, dass sein Fleisch im Brot ist? Wie wollen sie dann erst ertragen, dass eben dieses Fleisch bei Gott ist, in Gott ist – ja, dass dieses Fleisch selber Gott ist? Und in der Tat werden sie daran, dass er, der Mensch Jesus von Nazaret sich Gottes Sohn nennt und so Gott gleich macht, dermaßen Anstoß nehmen, dass sie ihn dafür ans Kreuz und in den Tod liefern. Das tun sie jetzt noch nicht.

Wo der Menschensohn vorher war. Vorher war er bei Gott, seinem Vater. Dieser Vatergott hat ihn ins Fleisch geschickt und Mensch werden lassen. Und dieses Fleisch hat er nun ins Brot geschickt, damit er in der Gestalt des Brotes wesenhaft bei uns Menschen bleibe bis ans Ende der Zeit. So selber als wahrer Gott und Mensch in unserer
Mitte gegenwärtig im Kleid des eucharistischen Brotes kann der Vater ihn getrost heimholen und unser menschliches Fleisch in seine Herrlichkeit erheben.

Jesus legt in der Brotrede das eucharistische Geheimnis als eine notwendige Fortsetzung des Geheimnisses der Menschwerdung aus; diese Fortsetzung ist für unsere Erlösung unbedingt erforderlich. Das Wort ist Fleisch geworden und das Fleisch ist Brot geworden.

Dass Jesus dermaßen unverrückbar an seiner Rede festhält und ihr nichts vorzieht – nicht einmal den Erhalt seiner Jünger ist seiner Einsicht zuzuschreiben, dass er so den Plan seines Vaters erfüllt. Dieser Plan hat bleibend oberste Priorität. Genau darauf weist auch hin, wenn er sagt, dass niemand zu ihm kommen kann, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Des Vaters Plan ist es und der Vater schenkt auch die Einsicht in diesen Plan. Der Sohn ist ein Geschenk – das Geschenk – des Vaters; das meint Jesus, wenn er sagt: „Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.“ (Joh 6:65)

Zusammenfassend können wir sagen: Die Eucharistie ist wie die Menschwerdung ein Werk des dreifaltigen Gottes – verständlich nur dem dreifaltigen Menschen.

Ohne trinitarischen Glauben keine Christusbegegnung in der Eucharistie.

Sonntag, August 16, 2009

Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit


Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 6: 51 – 58

51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

52 Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?

53 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.

54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

55 Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.

56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.

57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.




Immer tiefer enthüllt Jesus, was er mit dem Brot in seinen Händen austeilt. Immer klarer spricht er den Mehrwert des Brotes aus, das er verteilt. Und es wird der eigentliche Sinn des unsinnigen Übermaßes deutlich, als bei der wunderbaren Vermehrung aus 5 Broten und zwei Fischen nicht nur die 5000 Leute satt wurden sondern außerdem 12 Körbe an Resten übriggeblieben sind: Die äußere Übermenge an verbleibenden Brotresten weist auf den inneren Reichtum, den das Brot enthält, das Jesus austeilt mit den Worten: „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch!“

So überdeutlich wie das Wunder der Brotvermehrung zu Beginn seiner Rede sind jetzt seine Worte, mit denen er diese Rede beschließt.

Was drängt ihn zu einer derartigen Klarheit, die sowohl bei den zuhörenden Juden wie auch bei seinen Jüngern Unverständnis und Widerstand hervorruft?

Es ist der Geist der Hingabe, der ihn dazu drängt. In dieser Hingabe kommt seine Sorge um das Leben der Welt zum Ausdruck: Ihm ist die Welt nicht gleichgültig und nicht, wie sie lebt. Und eben dieses Leben soll ein glückliches, erfülltes Leben sein – Jesus nennt es ein Leben in Ewigkeit. Dabei hat Jesus nicht die Menschheit im Allgemeinen vor Augen sondern die Leute, die ihn gerade umgeben: seine Jünger und die übrigen Zuhörer. Deswegen spricht er sie direkt an: wenn ihr nicht esst, wenn ihr nicht trinkt ... habt ihr das Leben nicht in euch.

Wir wissen aus eigener Erfahrung: Je überzeugter und entschlossener wir sind desto deutlicher werden die Worte, die wir sprechen und desto gewisser die Taten, die den Worten folgen. Die klaren Worte Jesu haben wir eben gehört und die daraus erfolgenden Taten erleben wir in seinem Leiden und Sterben. Jesus möchte uns zum einen aufstacheln, das Leben unserer Welt zutiefst ernst zu nehmen und unsere Lebenshingabe dafür zu erneuern.
Wie geht Jesus mit dieser Lebensfülle im Brot um? Ganz einfach – er verschenkt es! Was sollte er anderes auch tun? ER macht es nicht wie manche Superreichen mit einem unschätzbar wertvollen Gemälde: Sie sperren es ein und ergötzen sich allein daran.

Nein, so macht es Jesus gewiss nicht. Will er doch, dass sein Leben in die Welt einfließt und so die Welt rette! Das ist sein Herzenswunsch, das seine Berufung; dazu ist er in diese Welt gekommen. Da es unbezahlbar ist, schenkt er es einfach her – im Übermaß, wie wir gehört haben.

Es ist aber nicht allein die Unbezahlbarkeit. Leben vermehrt sich durch Mitteilung. Es ist ein inneres Gesetz des Lebens, sich auszuteilen und sich so zu vermehren. Jesus offenbart dieses innere Gesetz als ein Gesetz der Liebe. Dieses Austeilen aus Liebe hat mit Sendung zu tun – ein anderes Wort dafür ist Mission.

Darum hören wir Jesus heute sagen: „Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.“ Da haben wir alles beisammen: Den lebendige Vater, die Sendung, das Essen und das Leben.

Es ist wie beim Strom, der vom Generator ausgeht durch die Leitungen fließt, um schließlich Licht zu werden.

Gerade so ist es mit dem ewigen, wahren Leben: Es geht von Gott aus, fließt durch die Hände Jesu und die seiner Jünger und wird in der Sättigung zu neuem Leben bei denen, die dieses Jesusbrot essen – in gläubigem Heißhunger.

Und schließlich diese unglaubliche Einfachheit: etwas vom allerelementarsten unseres Lebens – das Essen verhilft uns zu jener Lebensfülle, die Jesus uns schenken möchte und die darin besteht, dass wir durch dieses Essen ineinander sind: Jesus in uns und wir in Jesus.

Ein Prozess gegenseitiger Durchwandlung – Jesus wird wir und wir werden Jesus.

Die Leute damals wollten dies mit dem Hirn verstehen – und sind gescheitert. Wie kann man mit dem Kopf begreifen was von Herzen kommt!?

Machen wir’s klüger und suchen wir gleich mit dem Herzen zu begreifen; das Verstehen kommt dann schon.

Und vergessen wir den gläubigen Heißhunger nach diesem Brot des Lebens nicht, den der Herr immer mächtiger in uns entfache! Amen!

Samstag, August 15, 2009

Der Herr tut Großes an mir!


Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 1: 39 – 56

39 Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.


40 Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet.


41 Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt


42 und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.


43 Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?


44 In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.


45 Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.


46 Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn,

47 und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

48 Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.


49 Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.


50 Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.


51 Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;


52 er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.


53 Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.

54 Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,


55 das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.


56 Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.




Maria singt Gott ein Lied. Mit diesem Lied dankt sie ihm für das, was er an ihr Gutes getan. Sie nennt es einfach „Groß“: Der Herr hat Großes an mir getan! Sie ist keineswegs blind für Gottes Wirken in ihrem Leben. Und sie dankt dafür, indem sie Gottes Tun als Großtaten bezeichnet und in Bildern und Gleichnissen besingt.

Dieses dankbare Verhalten Marias ist auch groß und ein gewisses Zeichen dafür, dass Gott wirklich in ihr wirkt.


Das Wirken Gottes an dieser Frau kommt heute zur Vollendung. In der Aufnahme seiner Mutter in den Himmel vollendet er den Lebensplan Gottes mit Maria.


Was Maria besingt und was wir heute an und mit Maria feiern ist zurückgebunden an ihr Muttersein für Jesus. In der ersten Lesung wird uns das eindrücklich nahe gebracht durch das große Zeichen am Himmel: Die Frau im Strahlenkleid der Sonne, den Mond zu ihren Füßen und zwölf Sterne um ihr Haupt. Das Muttersein ist ihre Urgnade, ihre Uraufgabe, deretwegen sie von Gott auserwählt und vorbereitet wurde.


Das Muttersein war für Maria die Weise, zu Jesus zu gehören. Und diese Weise hat sie von Anfang an mit Hingabe gelebt: Erinnern wir uns der Verkündigung durch den Engel, ihrer Flucht nach Ägypten, der Geschichte mit dem Knaben Jesus im Tempel, die Hochzeit zu Kana, ihre Begleitung Jesu bis hin unter das Kreuz. Dies alles bezeugt die Leidenschaft, mit der Maria ihr Muttersein für Jesus gelebt.

Und es unterstreicht dieses Engagement, wenn sie dann in der betenden Jüngergemeinde den hl. Geist erwartet. Sie hat verstanden, was Jesus ihr sterbend vom Kreuz sagen wollte, als er ihr den Lieblingsjünger als Sohn anvertraute: Jesus sagte damit, dass er in der Gemeinschaft dieser Jünger als ihr Sohn weiterlebt. Sie hat die Jüngergemeinde als Leib ihres Sohnes erkannt und liebend angenommen. Diese Jüngergemeinde wird dann den Namen „Kirche“ erhalten, so dass wir Maria mit Recht als die Mutter der Kirche verehren dürfen.
Merken wir, wie sich in der so beschriebenen Größe dieser Frau die Größe Gottes widerspiegelt? Die mütterliche Sorge Marias um ihren Sohn und um die Kirche ist ein reiner Ausfluss der mütterlichen Sorge Gottes um uns Menschen.

Wenn Jesus heute also seine Mutter in den Himmel aufnimmt, dann führt er sie zurück an den Ort, von dem sie ausgegangen ist: in das Herz Gottes, das unablässig Pläne des Heiles für uns Menschen Wirklichkeit werden lässt.
Zugleich stellt Jesus sie nach Gottes Plan in eine universale Berufung: Mutter für alle Menschen zu sein! Wie auch sollte die Mutter des Herrn der Welt nicht auch Mutter sein für diese Welt und für alle, die sie bewohnen?

Zuletzt zeigt Jesus, was unter Himmelfahrt eigentlich zu verstehen ist: ein ganz bei Gott sein; ein ganz zu Jesus gehören. Und es besteht nun kein Zweifel, dass Maria in diesem Himmel bereits zeitlebens gelebt hat. Durch ihren gläubigen, alltäglichen Dienst am Herrn und seiner Kirche hat sie bereits den Himmel im Glauben vorweggenommen, in den sie nun zum Jubel der Kirche und der Engel aufgenommen wurde.


Verstehen wir die Botschaft des heutigen Tages recht! Das Große, das Jesus heute an seiner Mutter tut will uns in freudiger und dankbarer Verehrung versammeln in Dank und Lobpreis gegenüber Gott und der Mutter Jesu!


Diese Dankbarkeit erstatten wir durch diesen Gottesdienst ebenso aber dadurch, dass wir die Großtaten Gottes in unserem leben suchen und entdecken; dass wir Gott dafür danken und ihn lobpreisen; dass wir schließlich den Himmel suchen und finden in der Nähe zum Herrn!


In all dem erweisen wir uns als Kinder jener Mutter, deren Himmelfahrt wir heute feiern und die uns ein bleibendes Zeichen des Trostes und der Hoffnung ist. Maria ist Königin und Mutter – vor allem aber Mutter! Amen!

Freitag, August 07, 2009

Ich bin das Brot, das Leben schenkt!


Aus dem hl. Evangelium nach Johannes 6: 41 – 51

41 Die Zuhörenden murrten, weil er gesagt hatte: »Ich bin das Brot, das vom Himmel gekommen ist«.

42 Sie sagten: »Wir kennen doch seinen Vater und seine Mutter! Er ist doch Jesus, der Sohn Josefs! Wie kann er behaupten: ‘Ich komme vom Himmel’«?

43 Jesus sagte zu ihnen: »Was murrt ihr?

44 Nur die können zu mir kommen, die der Vater, der mich gesandt hat, zu mir führt. Und ich werde alle, die zu mir kommen, am letzten Tag vom Tod auferwecken.

45 In den Schriften der Propheten heißt es: ‘Alle werden von Gott unterwiesen sein.’ Wer den Vater hört und von ihm lernt, kommt zu mir.

46 Nicht, dass je ein Mensch den Vater gesehen hätte. Nur der Eine, der von Gott gekommen ist, hat den Vater gesehen.

47 Amen, ich versichere euch: Wer sich an mich hält, hat das ewige Leben.

48 Ich bin das Brot, das Leben schenkt.

49 Eure Vorfahren aßen das Manna in der Wüste und sind trotzdem gestorben.

50 Hier aber ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, damit, wer davon isst, nicht stirbt.

51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird ewig leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Leib. Ich gebe ihn hin, damit die Menschen zum Leben gelangen können«.





„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.“ (Joh 6:51)

Die Herkunft dieses Brotes vom Himmel und das ewige Leben, den sein Genuss schenkt lassen uns zurück denken an die übermäßige Brotvermehrung, bei der noch 12 Körbe übrig geblieben sind. Auf die himmlische Herkunft und das ewige Leben weisen die 12 übrig gebliebenen Körbe hin. Zugleich deutet diese Übermenge auf Jesus selber hin: Das Brot, das Jesus gibt, ist er selber. Jesus gibt sich selber in diesem Brot. Das Brot, das Jesus gibt ist mehr, als unsere körperlichen Sinne fassen können in der sichtbaren Gestalt des Brotes; es enthält den – ja es ist der, der unser menschlich sinnliches Maß übersteigt: der von Gott kommt, der Gott ist und der uns deshalb ewiges, göttliches Leben schenken kann.

In diesem Brot gibt Jesus sein Fleisch. Und dieses Geben ist ein Hingeben im Opfer, das er durch sein Sterben am Kreuz vollzieht. Wie Jesus das Brot in die Hände der hungrigen Menschen gegeben hat – gerade so hat er auch sein Fleisch in die Hände der Menschen gegeben, die ihn dann gefoltert und am Kreuz getötet haben. Auch diese Leute waren hungrig: hungrig darauf, ihn leiden und sterben zu sehen. Hungrig danach, dass er so bestraft werde für sein gesetzwidriges und gotteslästerliches Verhalten. So hat Jesus auch ihren Hunger gestillt.

Durch seine Auferstehung jedoch hat Jesus in den Menschen einen Hunger erweckt, der über dieses irdische Leben hinausreicht: den Hunger nach einem Leben, das den Tod überwindet, das stärker ist als der Tod. Es ist dies der Hunger nach einem Leben mit dem Herrn – in immerwährender Gemeinschaft mit ihm.

Soweit die Gabe Jesu: Das Brot des ewigen Lebens; das Lebensbrot als Antwort auf unseren Lebenshunger!
Doch wie kann diese Gabe uns erreichen? Wie uns erfüllen? Wie uns sättigen?

Das Evangelium sagt es deutlich: Die erhabenen Worte des Herrn werden von den Leuten mit Murren quittiert: Sie stoßen sich daran, dass er vom Himmel komme – da sie ihn doch nur als Sohn ihrer Heimat kennen!

Und Jesus beeilt sich denn auch gleichsam entschuldigend festzustellen, dass es nicht selbstverständlich ist, zu ihm zu kommen in der Gestalt des Brotes. Es bedarf dazu des besonderen Beistandes seines Vaters im Himmel: er führt die Menschen zu ihm, zu Jesus! Der Führung des Vaters vertrauen wir uns an im Hören auf und im Annehmen seiner Lehre.

So wie Elia in der ersten Lesung das Brot gegessen hat, das der Engel ihm gereicht hat und der Weisung gefolgt ist, die er ihm gegeben hat. Das Brot gab ihm Kraft, den Weg zu gehen, den der Engel ihm gewiesen hat. Und dieser Weg führte ihn zur Begegnung mit Gott. Aus dieser Begegnung entfaltet sich dann sein weiterer Lebensweg.

So dürfen auch wir das Brot, das Jesus uns reicht als Stärkung erleben für die Wege, die wir im Leben zu gehen haben: dass es Wege sind und bleiben, die zu Gott hin führen. Dass es Wege sind, die wir auf seine Weisung hin gehen, nach seinem Wort und in seinem Geist.

In der zweiten Lesung wird dieser Weg näher erläutert: Er wird als Nachahmung Gottes gesehen, die wir als seine geliebten Kinder gerne vollziehen und besteht in der Liebe zueinander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat im Zeichen des Brotes; als auch Nachahmung Christi als seine geliebten Schwestern und Brüder. Noch konkreter ist es ein Weg ohne Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei, Lästerung und Böses. Es ist vielmehr ein Weg in Güte und Barmherzigkeit zueinander, immer bereit zu vergeben, weil auch Gott uns durch Christus vergeben hat! Wie gut ist doch unser Herr, dass er uns nicht nur den rechten Weg deutlich vor Augen hält sondern auch im Brot des Lebens die Kraft gibt, ihn zu gehen!

Er selber ist dieses Brot und diese Kraft jetzt und in Ewigkeit! Amen!

Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern ...


Aus dem hl. Evangelium nach Johannes 6: 24 – 35

24 Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.

25 Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?

26 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.

27 Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.

28 Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?

29 Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

30 Sie entgegneten ihm: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du?

31 Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.

32 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.

33 Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.

34 Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!

35 Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.




Wir hörten Jesus sagen: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt wird nie mehr Durst haben.“ Auf wunderbare Weise haben die fünftausend Leute im Evangelium des letzten Sonntags dies erfahren, als er aus 5 Broten und 2 Fischen alle sättigte und zum Schluss noch 12 Körbe an Resten übrig geblieben sind.

Doch Jesus wollte nicht nur für die 5 000 Leute damals Brot des Lebens sein; darum sagt er auch nicht: „Ich war das Brot des Lebens“ sondern: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Und er wollte nicht nur den hungrigen Magen der Menschen damals füllen sondern er will das Herz der Menschen erfüllen: darum fügt er heute an: „Wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“

Der Glaube an ihn stillt einen Durst und füllt eine Leere. Diese Leere wird in der 2. Lesung angesprochen: Paulus schreibt an die Epheser vom nichtigen Denken der Heiden und vom alten Menschen, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht. Mit diesen Worten beschreibt Paulus den leeren und dürstenden Menschen, den Jesus zum Glauben an ihn einlädt.

Dieser Glaube lässt uns von Christus lernen. Er lässt uns auf Christus hören, so dass er uns unterrichten kann. Und was will er uns lehren? Den alten Menschen auszuziehen und den neuen Menschen anzuziehen: Dieses Umkleiden ereignet sich in der Änderung des früheren Lebens; dies geschieht in der Änderung von Geist und Sinn. So wird der neue Mensch, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist. Er zeichnet sich aus durch wahre Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Wir sehen: Nicht nur der Leib hungert sondern auch die Seele. Jesus speist nicht nur den Leib sondern auch die Seele. Er ist Brot in materieller und geistlicher Hinsicht. Er ist Lebensquell in jeder Hinsicht.

So großartig und umfassend die Einladung Jesu auch ist – wirksam werden und greifen kann sie erst, wenn wir darauf reagieren und zu Jesus hingehen. Jesus hat nicht im Sinn uns wie Mastgänse zu stopfen! Vergessen wir nicht, dass Jesus sagt: „Wer zu mir kommt ... wer an mich glaubt.“ Das Leben, das Jesus schenkt erwächst aus seinem Geben und unserem Nehmen. Er will geben, damit wir nehmen! So nehmen wir doch, was er geben will!

Was aber könnte uns denn bewegen, der Einladung Jesus zu folgen? Die Einsicht, dass der Reichtum, den Jesus schenken will die Antwort ist auf unsere Fragen; die Fülle für unsere Leere; das Ziel unseres Suchens;

Im Evangelium vom vergangenen Sonntag erlebten wir, wie von Jesus eine Überfülle von Leben ausgeht. Dieses überfließende Leben will uns vor allem auch dazu bewegen, unsere Bedürftigkeit anzuschauen, der Leere unseres Lebens in die Augen zu blicken – in der zunehmenden Gewissheit, dass Jesus so überreich ist, dass er auch meiner Not mehr als abhelfen kann.

Wenn Jesus sich nun bezeichnet als das Brot des Lebens dann soll dadurch unsere Aufmerksamkeit natürlich auch gerichtet werden auf das Brot, das die Mitte der hl. Messe darstellt: In diesem Brot wird durch die Wandlungsworte des Priesters Jesus selber präsent. Das „Zu Ihm kommen“ und „an Ihn glauben“ vollzieht sich deswegen besonders auch in der Verehrung dieses eucharistischen Brotes.

Das Wort Jesu im heutigen Evangelium will uns den unermesslichen Reichtum der heiligsten Eucharistie vor Augen stellen. Er will uns zugleich berühren durch die einfache Weise, die Er gewählt hat, um uns ganz nahe sein zu können; um unser Schatz im Acker und unsere kostbare Perle sein zu können. Lernen wir von dieser Einfachheit Jesu, bei ihm zu verweilen, ihn anzubeten, ihm zu danken, ihn zu essen und ihn so ganz in unser Leben einfließen zu lassen. Und gelangen wir so zur Erfahrung: O Jesus, all mein Leben bist du ohne dich nur Tod! Amen!