Donnerstag, November 29, 2012

Wachet und betet allezeit!

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Aus dem hl. Evangelium nach Lukas 21: 25 – 28.34 – 36

25Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.
26Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
27Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.
28Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.
34Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht,
35(so) wie (man in) eine Falle (gerät); denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
36Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.


Der stille Advent beginnt mit einem lauten Evangelium. Wir vernehmen jedoch nicht den feuchtfröhlichen Lärm eines Adventbasar oder eines Christkindlmarktes getragen von stimmungsvollen Advent- und Weihnachtsliedern sondern das Toben und Donnern des Meeres und wie die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Das muss ein gewaltiger, unheimlicher und unvorstellbarer Lärm sein und lässt ganz an den Untergang der Welt denken und daran, dass dieser von manchen am 12. Dezember erwartet wird, weil an diesem Tag der Kalender der Maya ausläuft.

Entsprechend ist auch die Stimmung der Menschen: Keine Rede von Heimeligkeit und Gemütlichkeit. Vielmehr sind die Leute bestürzt und ratlos und sie haben Angst.

Das führt mich zu jenen Menschen, an die die Aktion Schwester und Bruder in Not erinnert; ihnen ist tatsächlich die Welt untergegangen; der Boden wurde ihren Füßen entzogen. Sie warten auf einen Erlöser; auf einen, der hilft, ihre Probleme zu lösen; wir können für sie stückweise zu so einem Erlöser werden, indem wir unsere Güter mit ihnen teilen – Güter im weitesten Sinn: materielle Güter; Güter des Herzens, Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme, Zeit, Stille....

Dann dürfen diese Menschen etwas vom Menschensohn erleben, der auf einer Wolke kommt und die bedrückten Menschen aufrichtet und erlöst und sie befreit von den Lasten, die ihnen ungefragt auferlegt wurden.

Wir hören jedoch auch von Lasten, die wir uns selber auferlegen und die wir eigentlich nicht tragen müssten. Von Rausch und Trunkenheit und den Sorgen des Alltags ist da die Rede; die verwirren und machen blind für das Kommen des Herrn. Die lassen den Überblick verlieren, so dass der nicht zu sehen ist, der über allem Untergang uns entgegenkommt.
Um diesen vermeidbaren Lasten zu entkommen, schlägt der Evangelist zwei Haltungen vor: Wachsamkeit und Gebet! In beidem realisiert sich die gespannte Ausrichtung auf den Herrn! Beides verhilft gleichsam zu einer vorweggenommenen Gegenwart des Herrn! Denn Wachsamkeit und Gebet sind wie eine Brücke, auf der nicht nur ich mich dem Herrn entgegenstrecke – auf der auch der Herr mir entgegenkommt in der Verborgenheit der Erwartung und der Hoffnung bis er schließlich selber kommt als die Übererfüllung all dessen, was ich von ihm erwartet habe.

Jederzeit legt der Herr uns Wachsamkeit und Gebet nahe. Denn jede Zeit ist ihm für sein Kommen recht; so soll auch jede Zeit für uns recht sein, dass wir in ihr auf den Herrn warten! Es macht den Advent zum Advent, dass er durchtränkt ist von der andauernden, betenden Wachsamkeit im Hinblick auf das Kommen des Herrn!

Jesus sagt seinen Jüngern eine sehr gegensätzlich Endzeit voraus: Zum einen die Tod bringende Konfrontation mit den unpersönlichen Elementen des Himmels und der Erde. Dem gegenüber die heilbringende und erlösende persönliche Begegnung mit dem Menschensohn. Er spricht auch die Gefahr an, dass die unpersönlichen Elemente dieser Welt im Rausch und in der Trunkenheit und in ihrer Sorgenlast im Hinblick auf ihn stören können: Sie trüben den Blick auf ihn; sie behindern den Weg zu ihm.

Die Erwartung des kommenden Christus ist ein Prägemal christlicher Existenz. In betender Wachsamkeit erhebt sie ihn hoffend ausschauend auf den Herrn über alle Erdgebundenheit hinaus. Dies lässt den Christen jedoch nicht auf die Welt vergessen, in der er lebt. Vielmehr macht es ihn hellsichtig für das, was der Welt und den Menschen in ihr gut tut und zum Heile dient. In Erwartung des guten Hirten kann der Christ so erst selber zum Hirten werden für die Welt, die ihm anvertraut ist. In Erwartung des Herrn ist jene Distanz erst möglich, die nicht stolz macht sondern demütig erst jene Nähe ermöglicht, in der Christen das Leiden ihrer Welt verstehen und Antworten auf die drängenden Fragen ihrer Zeit geben können. Amen!

Freitag, November 23, 2012

Doch ein König!

 
Aus dem hl. Evangelium nach Johannes 18: 33b – 37

In jener Zeit
33bfragte Pilatus Jesus: Bist du der König der Juden?
34Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt?
35Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan?
36Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier.
37Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.






Was wir eben gehört haben, hilft uns, das heutige Hochfest Christkönig zu verstehen und in unsere Zeit einzuordnen.
Da spricht nämlich Jesus ausdrücklich davon,
dass sein Königtum nicht von dieser Welt ist.
Darum ist es auch von den politischen Herrschaftsformen dieser Welt verschieden.
Diese Verschiedenheit kommt daher, wie Jesus seine Amtsführung versteht; er sagt: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege.“
Da ist nicht von Macht die Rede, sondern "vom Zeugnis Ablegen für die Wahrheit". Praxisbezogener sagt Jesus dies an anderer Stelle: „Ich bin nicht gekommen um mich bedienen zu lassen sondern um zu dienen und mein Leben hinzugeben für viele.“
Das Kennzeichen des Königtums Jesu ist Dienen. Es bewirkt, dass das Königsein Jesu jeglicher Merkmale einer weltlichen Herrschaft entbehrt. Ganz im Gegenteil steht er im heutigen Evangelium als Gefangener, als Geschundener, als Verurteilter, als Todgeweihter vor Pilatus – und kann zu ihm dennoch von sich sagen: Du sagst es, ich bin ein König!

Die Worte und das Verhalten Jesu sagen uns, dass es ihm nicht ums Regieren als Monarch oder Demokrat geht sondern ums Dienen: das ist die wesentliche Unterscheidung.
Dass das Eigentliche der Lebensweise Jesu uns im Kleid des Königtums entgegentritt hängt damit zusammen, dass die Politik der damaligen Zeit monarchisch geprägt war.
Jesus hätte sich gewiss nicht geniert, sich auch als Regierungschef oder als Bundeskanzler zu bezeichnen. Dann hätte er eben gesagt:
Mein Regierungsamt ist nicht von dieser Welt!
Und er wäre genauso in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen.
Er wäre auch als Regierungschef gekommen um zu dienen und sein Leben hinzugeben für viele.

Jesu Verhalten ist ein Hinweis für seine Kirche, sich immer wieder auf diese christkönigliche Haltung des Dienens zu besinnen und sich von keiner politischen Form vereinnahmen zu lassen, wie es leider Gottes im Verlauf ihrer Geschichte immer wieder geschehen ist: Der Kirchenstaat sowie die frühere weltliche Lebensweise der Hirten in der Kirche sind äußerst unselige Früchte solcher Vereinnahmung gewesen, die zum Teil auch heute noch nachwirken.

Gegen jegliche Festlegung in politischer Hinsicht muss die Kirche den Geist des Dienens an den Menschen leben, so wie Jesus, ihr Herr, es ihr vorgelebt hat. Und dieser Geist des Dienens ist in jedem politischen Kleid möglich, wie zahlreiche heilige Fürsten und Könige sowie Demokraten der ersten Stunde es uns zeigen.

Damit sind wir bei einem heiklen Thema angelangt; nämlich bei der Frage nach dem Profil jener politischen Parteien, die sich christlichem Gedankengut verpflichtet geben.
Aus dem eben Dargelegten ergibt sich das christliche Profil einer Partei: Es besteht grundsätzlich darin, dass alle ihre Mitglieder, kompromisslos aus dem Geist des Dienens an den Mitmenschen leben. Daraus folgt eine radikale Absage an Selbstbereicherung, Bestechung, Parteibuchwirtschaft; daraus ergibt sich ein Streben nach einfache Lebensweise ebenso wie nach Wahrhaftigkeit.

Es liegt auch auf der Hand, dass auf so ein christliches Profil keine Partei ein Vorrecht hat. Und dieses Profil müsste eigentlich jeder Partei zu Gesicht stehen – sofern ihr wirklich an den Menschen des Staates etwas liegt. "Der Weg der Kirche ist der Mensch",  betonte Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika "Redemptor hominis".
Der Mensch müsste auch der Weg jeder politischen Partei sein, ansonsten verliert sie ihre Existenzberechtigung.

Angesichts der Korruptionsskandale, die unser politisches Leben erschüttern ist das heutige Christkönigsfest brandaktuell, weil es eine Anfrage an den mitmenschlichen Kern jeglicher Politik ist und weil es die unüberhörbare Aufforderung Jesu ist, den Geist des Dienens in Liebe und den Geist der Wahrheit gerade auch durch die Politik Wirklichkeit werden zu lassen in unserer Gesellschaft.

Im Gefolge von Christus dem König fügen sich Religion, Glaube und Kirche mit Politik zusammen. Christliche Politik ist kein Widerspruch in sich sondern ein Weg, auf dem Gott zu uns Menschen kommen möchte, um uns auch dadurch zu erlösen. – Amen!

Samstag, November 17, 2012

Vom Feigenbaum lernen

 
Aus dem hl. Evangelium nach Markus 13:24 – 32

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
24In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen;
25die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
26Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen.
27Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
28Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.
29Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht.
30Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft.
31Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
32Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.





An den letzten Sonntagen des Kirchenjahres ist in der Frohbotschaft immer wieder vom "Ende " die Rede. Diese Botschaft passt gut in die Endstimmung, von der der ganze Monat November gekennzeichnet ist: Diese Stimmung bekommt bereits mit dem Gedenken aller Seelen am 2. November ihren Hauptakzent und wird durch die Vorgänge in der Natur eindrücklich bestätigt und entfaltet: die länger und kälter werdenden Nächte, das Abfallen des Laubes, die ersten feinen Eisdecken über den Wasserpfützen, das Leben zieht sich zurück und begibt sich zur Ruhe – zu all dem passt die Botschaft vom Ende gut dazu.

Diese Botschaft vom Ende ist mit Bildern des Untergangs beladen:

In jenen Tagen, nach der großen Not,
wird sich die Sonne verfinstern,
und der Mond wird nicht mehr scheinen;
die Sterne werden vom Himmel fallen,
und die Kräfte des Himmels werden erschüttert wer­den.
Himmel und Erde werden vergehen.

Diese Worte allein nähmen der Frohbotschaft die Freude und machten sie wenn schon nicht zu einer Drohbotschaft so doch zu einer Trauerbotschaft.

Dennoch birgt diese Botschaft eine ernüchternde und aufrüttelnde Wahrheit für uns – dass nämlich alles vergeht! Wenn Jesus sagt, Himmel und Erde werden vergehen, dann meint er das auch so. Für uns nehmen diese Worte Jesu unserer Welt den Ewigkeitswert, den wir ihr nur allzu schnell zumessen, da es uns relativ gut geht und wir diesen Wohlstand möglichst lange, wenn's geht für immer, festhalten und genießen wollen.

Diese Worte Jesu rufen uns zur Besinnung und auf den Boden der Wirklichkeit. Sie sagen uns: Richte dich nicht in dieser Welt ein so als würdest du für immer hier bleiben; so als wäre sie deine ewige Heimat!
Sie brechen unseren Horizont auf und weiten ihn über diese endliche und vergängliche Welt hinaus. Damit taucht unweigerlich die Frage auf nach unserer bleibenden Heimat. Und das ist mit anderen Worten die Frage nach dem Ziel unseres Lebens und zwar nach jenem Ziel, auf das hin ich mich fest machen kann, weil dieses Ziel fix ist, weil es bleibt, weil es nicht mehr vergeht, weil es ewig ist.

Wie schon gesagt: Die oben erwähnten Worte aus der Botschaft Jesu allein wären keine frohe Botschaft; sie sagen uns zwar eine Wahrheit, die allein uns aber nicht glücklich macht. Denn zu sagen, dass alles vergeht und nicht zugleich ein Ziel zu zeigen, das jenseits dieses Endes ist, heißt, uns Menschen in die Sinnlosigkeit und in die Verzweiflung zu führen.

Zeigt Jesus uns in seiner Botschaft also jenes Ziel, welches das Ende von allem überdauert und das dann bestehen bleibt, wenn alles zu Ende geht?

Dann wird  man den Menschensohn
mit großer Macht und Herrlichkeit
auf den Wolken kommen sehen.

Und er wird die Engel aussenden
und die von ihm Auserwählten
aus allen vier Windrichtungen zusammenführen,
vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.

Der Menschensohn ist also dieses Ziel! Das ist nicht eine Sache sondern eine Person! Das ist nicht etwas sondern jemand! Eine Person verlangt eine persönliche Beziehung. Mit dem Menschensohn ist Jesus selber gemeint. Die persönliche Beziehung zu Jesus, dem Menschensohn, führt also über diese Welt und ihr Ende hinaus.

Das bedeutet für uns einen Qualitätssprung bereits in diesem Leben: Haben wir uns nämlich bisher danach ausgerichtet, uns in dieser Welt als einer Bleibenden einzurichten so fordern uns die Worte Jesu im heutigen Evangelium auf, unser Leben so einzurichten, das es auf die persönliche Begegnung mit ihm ausgerichtet wird; das heißt mit anderen Worten: die persönliche Beziehung zu Jesus muss bereits hier auf Erden zum Maßstab unseres Lebens werden; oder noch einmal anders gesagt: an die Stelle der Welt, die wir in Ewigkeit erhalten wollten – an ihre Stelle muss Jesus treten, der uns in Ewigkeit erhalten will.
Wir dürfen unsere Aufmerksamkeit nicht mehr an etwas verschwenden, das vergeht; wir müssen sie vielmehr auf den richten, der bleibt, damit auch wir bleiben und nicht vergehen.

Von welcher Qualität soll nun aber unsere persönliche Beziehung zu Jesus sein?
das Verhalten des Menschensohnes im heutigen Evangelium gibt den Grundtenor unserer Beziehung zu ihm vor: Da steht er nämlich mitten im Untergehen und Vergehen da als derjenige, der seine Auserwählten zusammenführt. Das ist das Bild des Hirten, der seine Herde sammelt, um sie in Sicherheit zu bringen.
Dieses Bild ist im Evangelium immer wieder da, wenn er seine Jünger um sich versammelt, wenn er die Zwölf aus der Schar seiner Jünger auswählt; oder wenn sich die Leute um ihn versammeln, weil sie ihm gerne zuhören, weil sie von ihm geheilt werden wollen.
Das alles klingt da mit, wenn Jesus vom Menschensohn spricht, der seine Auserwählten zusammenführt; Damit ist auch schon beantwortet, wer die Auserwählten sind:
Es sind jene, die arm sind vor Gott;
es sind die Traurigen, die sich von ihm trösten lassen; es sind die Hungrigen und Durstigen, die hoffen, dass er sie nährt und stillt;
es sind die Verwundeten, die hoffen, dass er sie heilt;
es sind die Schuldigen, die hoffen, dass er ihnen vergibt.

Darum darf unsere Grundstimmung Jesus gegenüber Vertrauen und Hoffnung sein! - Amen!

Samstag, November 10, 2012

Alles geben

 
Aus dem hl. Evangelium nach Markus 12: 38 – 44

In jener Zeit
38lehrte Jesus eine große Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt,
39und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben.
40Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.
41Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel.
42Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein.
43Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern.
44Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.






Wir können uns die Erzählung aus dem heutigen Evangelium gut vorstellen: Wie sie daherkommen, die vielen Reichen und gönnerhaft ihre beträchtliche Spende in den Opferkasten gleiten lassen;
und im Gegensatz dazu die Witwe, die ihre beiden Münzlein verstohlen und verschämt in den Opferkasten gibt; diese arme Frau wird sich wohl auch bei sich selber gedacht haben: Was sind meine beiden Münzen wohl wert im Vergleich zu den Tausendern oder vielleicht gar Millionen der Reichen? Vielleicht hat sie in Anbetracht dieser gewaltigen quantitativen Differenz gar überlegt und gezögert, ob sie überhaupt etwas in den Opferkasten werfen soll.

In dieser Situation nun das Wort Jesu:
„Diese arme Witwe
hat mehr in den Opferkasten geworfen als alle andern.
Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben;
diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat,
sie hat alles gegeben, was sie besaß,
ihren ganzen Lebensunterhalt.“ (Mk 12:43c – 44)

Jesus wertet anders. Er sieht nicht die Spende für sich allein genommen; er sieht die Spende in Beziehung zum übrigen Leben der Geberin. Und dabei gewinnt die Gabe einen Wert, der tiefer liegt, als die zähl-, mess- und wägbare Menge. Die Gabe gewinnt an Qualität. Die Reichen haben ihre Gabe so bemessen, dass ihre Lebenssicherheit in keiner Weise gefährdet wurde; die arme Witwe jedoch hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt. Bei ihr ist nichts mehr übrig geblieben, von dem sie noch hätte leben können.

Die Reichen hingegen sind in Gefahr sogar noch aus ihrer Gabe Profit zu schlagen im Sinne einer Großmannssucht, wie Jesus sie im ersten Teil des heutigen Evangeliums anprangert: gern in langen Gewändern gehen, es lieben, auf den Straßen und Plätzen gegrüßt zu werden, die vordersten Sitze in den Synagogen und die Ehrenplätze bei jedem Festmahl, scheinheilig lange Gebete. Da könnte sich nur allzu leicht die ansehnliche Spende in den Opferkasten nahtlos anfügen.

Wir brauchen uns nur umzuschauen, dann finden wir diese Kategorie von Menschen auch unter den maßgeblichen Leuten von Politik und Wirtschaft auch in unserem Land. Und wenn wir uns selber etwas genauer anschauen, vielleicht finden auch wir uns dann in dieser Kategorie von Menschen vor.

Jesus hebt mit seinen Worten eine Großzügigkeit hervor, die diesen Namen wirklich verdient,
weil sie bereit ist, an die Substanz zu gehen;
weil sie bereit ist zu geben, bis es weh tut;
weil sie bereit ist, den Preis des eigenen Lebens einzusetzen zugunsten anderer.
Wir dürfen uns nicht wundern, dass Jesus diese Haltung favorisiert; es ist nämlich seine eigene Haltung, sein eigenes Herz, sein eigenes Leben, das er in dieser armen Witwe vorfindet: Er hat nämlich selber auch sein Leben in den Tod am Kreuz dahingegeben, um uns das Leben in Fülle zu ermöglichen.
Im November gedenken wir übrigens zweier markanter Heiliger, die diese Haltung Jesu und der Witwe für uns vorbildlich nachgelebt haben, nämlich heute des hl. Martin und dann am 19.11. der hl. Elisabeth von Thüringen.

Jesus will uns durch sein Verhalten und seine Worte noch etwas weiteres einprägen: nämlich die Achtsamkeit auf das Unscheinbare und das Alltägliche in der Lebenshingabe unserer Mitmenschen.

Was ich meine, möchte ich an einem Beispiel aus unserer Gemeinde erläutern: Da hat mir eine Mutter erzählt, dass ihr Bub immer wieder einmal nach dem Mittagessen sich bei ihr bedankt für die gute Mahlzeit.

Wann habe denn ich mich das letzte mal bei meiner Mutter oder bei meiner Frau bedankt für das gute Essen, das sie mir täglich zubereitet oder für das ordentliche Aufräumen im Haus oder für die Gartenpflege oder für sonst eine alltägliche Gefälligkeit.

Ich denke, die arme Witwe des heutigen Evangeliums begegnet uns auf vielfältige Weise in den Menschen, mit denen wir täglich beisammen sind. Werden wir doch wieder aufmerksamer und dankbarer für die kleinen, unscheinbaren Gaben und Dienste, in denen trotz ihrer Unscheinbarkeit ein ganzes Leben und ein liebendes Herz zu finden ist.

Damit ist der Schritt zum nächsten Gedanken naheliegend: Wie reich und wie schön und wie liebevoll doch unser Leben ist gerade in den vielen, unscheinbaren, unzählbaren und alltäglichen Weisen, in denen wir uns begegnen, uns gegenseitig beschenken und uns helfen. Diesen Reichtum unseres Lebens sollten wir erhalten und fördern, indem wir nicht nur bei den anderen sondern auch bei uns selber in allem Tun und Lassen auf die Qualität des Herzens schauen und nicht auf die Quantität der Menge.

Die arme Witwe des heutigen Evangeliums darf nicht sterben. Sie muss in unserem Leben immer lebendiger werden, damit dieses Leben wirklich lebenswert bleibt und seinen Reichtum in die Tiefe, in die Höhe und in die Weite entfalten kann. So werden wir gewiss jener Lebensfülle immer näher kommen, die an den Himmel erinnert, die Jesus uns zugedacht hat, für die er selber sein Leben hingegeben hat. - Amen!

1. Gebot

 
Aus dem hl. Evangelium nach Markus 12: 28b – 34

In jener Zeit
28bging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
29Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
30Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
31Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
32Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
33und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
34Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.




Die Frage nach dem ersten Gebot von allen ist die Frage nach dem Wichtigsten im Leben, nach dem, was vor allem andern Vorrang hat. Jesus wird diese Frage gestellt. Und er versteht diese Frage nicht als abstrakte, theoretische Erörterung über die Wichtigkeit von Geboten sondern als persönliche Anfrage, was denn in seinem Werteranking vor allem anderen steht.

Jesus antwortet als Jude auf dem Boden des jüdischen Gesetzes:

„Das erste ist: Höre, Israel,
der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen und ganzer Seele,
mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“(Mk 12:29 – 31)

Diese Antwort macht klar: Nicht ein „Es“ ist Erstes sondern ein „ER“ ist Erster: Gott! Nicht ein Gebot, nicht eine Sache steht an erster Stelle im Leben Jesus sondern eine Person – und damit eine persönliche Beziehung zu dieser Person!

Doch schauen wir uns die Antwort Jesu näher an, um sie besser verstehen zu können. Er drückt sich nicht mit eigenen Worten aus sondern nimmt sich die Worte eines Großen aus Israels Geschichte zu eigen: er antwortet genauso wie Mose zum Volk Israel am Berg Sinai gesprochen hat. In der ersten Lesung haben wir sie gehört: Dtn 6:2 – 6.
Damit möchte Jesus seinen Zuhörern sagen: Ich bin der neue Moses, der euch heute sagt, was in eurem Leben erstrangig sein soll.
Zugleich sagt Jesus damit aber auch, dass er sich, wie das übrige Volk Israel ebenso als Adressat dieser Worte sieht: Was in diesem Punkt für das ganze Volk Israel zählt hat gleichermaßen für ihn selber Geltung. Damit drückt Jesus seine Bereitschaft aus, dieses Gebot durch sein Leben zu erfüllen. Wie diese Erfüllung aussieht, können wir in den Evangelien nachlesen bis hin zu seinem Tod, seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt; ja und dann noch weiter in der Aussendung des hl. Geistes, im Werden seiner Kirche und in ihrer Entfaltung seither. So gesehen stehen wir als Mitglieder dieser Kirche mitten drinnen in der Antwort, die Jesus auf die Frage nach dem ersten Gebot gibt und wir selber können uns durch unser christliches Handeln als lebendigen Teil dieser Antwort sehen.

Die Antwort Jesu beginnt mit der Aufforderung zum Hören. Dieses Hören signalisiert Offenheit, Empfangbereitschaft. Dahinein dann die Feststellung, dass der Herr, unser Gott, der einzige Herr ist. Das heißt: im Vergleich zu allen anderen Herren welcher Art auch immer verdient der Gott Israels als Einziger wirklich diesen Namen „Herr“. Alle anderen sind Herrlein, Halbherren oder Unherren, die aus sich heraus keine Autorität beanspruchen und keine Macht ausüben können. Diese Worte sind freilich im Hinblick auf die Götter damals gesprochen gelten aber genauso den Göttern unserer Zeit.

Diese Einzigkeit des Herrseins des Gottes Israels hat nun eine Besonderheit, die eben seine Einzigkeit ausmacht. Der Gott Israels ist nicht Herr, um alles andere zu erniedrigen und zu unterdrücken sondern er ist Herr, um sein Volk zu erhöhen und es zu erlösen. Er ist Herr um seines Volkes willen. Sein Herrsein drückt seine totale Verfügbarkeit für sein Volk aus. Er ist Herr, damit er mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele und mit all seinen Kräften für sein Volk da sein kann. Dieses Herrsein Gottes kommt zum unüberbietbaren Höhepunkt darin, dass er seinen eigenen Sohn in diese Welt schickt, um ihre Erlösung endgültig und grundlegend zu bewirken. Und genau das hat Jesus in seinem Leben immer deutlicher erkannt – und im Erkennen immer entschlossener erfüllt.

Wenn das nun so ist, dürfen wir uns nicht verwundern, dass die antwort auf eine derartige Einzigkeit Gottes nur dies ein kann, dass auch Israel diesen Gott mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit allen Gedanken und aller Kraft lieben soll.

Und es liegt in der Logik dieser Einzigkeit Gottes, den Nächsten zu lieben, wie sich selbst. Darum fügt Jesus dieses zweite Gebot bei zu unauflöslicher Verbundenheit mit dem ersten. Denn erst in der Nächstenliebe wird die Gottesliebe Mensch geradeso wie Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist. Und in der Tat können wir erst in der Nächstenliebe erkennen, dass wir Gott lieben; denn wir lieben Gott gerade so wie wir den Nächsten lieben – nicht mehr und nicht weniger! – Amen!

Donnerstag, November 01, 2012

Die Heiligen und wir

 
Lesung aus der Offenbarung des Johannes 7:2-4.9-14

2Ich, Johannes, sah vom Osten her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu:
3Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben.
4Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen:
9Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen.
10Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.
11Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder, beteten Gott an
12und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen.
13Da fragte mich einer der Ältesten: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?
14Ich erwiderte ihm: Mein Herr, das musst du wissen. Und er sagte zu mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.



Heute wäre es für mich angemessen, euch anstatt der gewohnten Anrede "Schwestern und Brüder im Herrn" mit "Heilige im Herrn" anzusprechen.
Vielleicht wäre diese Anrede für Euch befremdend und peinlich und ihr würdet Euch fragen: Wie kommt der dazu, uns "Heilige" zu nennen und wie kommen wir dazu "Heilige" zu sein.

Und doch täte ich nichts anderes als auch Paulus getan hat, als er die Adressaten seines Römerbriefes die berufenen Heiligen nennt oder jene im 1. Korintherbrief Geheiligte in Christus Jesus, oder im Philipperbrief, wo er sich in der Anschrift an alle Heiligen in Christus Jesus wendet, die in Philippi sind.

Ja, das war ganz am Anfang!, wird mancher einwenden. Gerade so als ob wir heute für alle Schuld der Kirche seither verantwortlich wären!

Es war kein unberührter Anfang, den uns der Apostel durch seine Anrede nahelegen möchte. Denn von denselben, die er Geheiligte in Christus nennt, schreibt er gleich darauf, dass er von Streitigkeiten unter ihnen gehört habe; und noch später schreibt er gar, dass er von Unzucht unter ihnen gehört habe, wie sie nicht einmal unter den Heiden herrscht, dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat!

Das waren alle keine vollkommenen Leute, die Paulus da Heilige nennt; die hatten alle ihre schweren und leichten Fehler – gerade so wie wir auch.

Was Paulus aber dadurch ausdrücken will, ist, dass Heiligkeit nicht unser Verdienst ist. Unsere Heiligkeit besteht zuerst darin, dass wir geheiligt sind durch Christus. Erst aus diesem Gnadengeschenk heraus wächst dann das, was wir ein heiliges und gutes Leben nennen.

Wenn wir unsere Heiligen vor Augen haben vergessen wir zu leicht, dass auch sie zuerst Geheiligte sind durch Jesu Tod und Auferstehung;
Wir vergessen zu leicht, dass ihnen diese Heiligung in der Taufe geschenkt wurde – gerade so wie uns auch;
Auf Grund der Taufe sind wir getauften Christen alle Geheiligte und also Heilige.

Ich betone dies nur, damit Allerheiligen nicht ein Fest wird, an dem wir nur jener gedenken, die im Himmel sind und an dem wir uns selber ausklammern; ein Fest also, das mit unserem Leben hier auf Erden nichts zu tun hat.

Wir sollen an diesem Fest nicht nur aller Heiligen gedenken sondern wir sollen uns auch darauf besinnen, dass wir alle im Grunde schon Heilige sind; dieses Fest will das Bewusstsein unserer Heiligkeit neu in uns wecken, indem wir die Gemeinschaft der Heiligen als jene Gemeinschaft feiern, die auch bereits die unsere ist, zu der wir bereits gehören; nur sind sie schon am Ziel während wir noch unterwegs sind; bei ihnen ist schon vollendeter Ausdruck geworden was bei uns noch entfaltet wird: nämlich das Abbild Christi. Wir sollen Christus durch unser Leben abbilden; dazu ist die Taufe die Initialzündung. Jeder Christ soll durch sein persönliches Leben hindurch Christus wiedergeben.

Wir können uns Gott als Ikonenmaler vorstellen, der in den Heiligen wunderschöne Christusikonen gemalt hat; bei ihnen hat Gott den Pinsel schon weggelegt, bei uns ist er noch am Malen. Alles Gute, das wir in unserem Leben getan haben und tun ist ein gelungener Pinselstrich an der Ikone, die Gott von unserem Leben malt.

Das heutige Fest will unseren Blick nicht nur von uns wegwenden auf die Gemeinschaft der Heiligen hin; vielmehr will es uns sagen, dass zu dieser Gemeinschaft auch die große Schar jener unbekannten weil verkannten Heiligen gehört, die wir Christen sind, die noch auf Erden leben.

Gott will durch das Fest Allerheiligen jedem von uns die frohe Botschaft sagen: Auch du gehörst zur Schar der Heiligen! Auch Dir schenke ich mein Erbarmen, indem ich dich durch meinen Sohn Jesus Christus heilige!

So will Gott unsere Hoffnung auf den Himmel und unsere Anhänglichkeit an Jesus Christus stärken und uns so erneut zu einem Leben ermutigen, das die Güte und Menschenfreundlichkeit Jesu ausstrahlt. - Amen!