Samstag, August 30, 2014

Christlich leiden und sterben






+ Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus 16: 21 – 27

In jenen Tagen
21begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen.
22Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen!
23Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
24Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
25Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
26Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
27Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.



Jesus hat keine Scheu vor heißen Themen. Heute bringt er ein besonderes auf das Tapet: Christenleben und Leiden – wie geht das zusammen?

Er beginnt in seinem Leben. Er weiß, dass er nach Jerusalem gehen müsse, dort von den jüdischen Autoritäten vieles erleiden und getötet werde. Das ist aber nicht das Ende, denn: am dritten Tag werde er auferstehen.

Sein Leiden und Sterben in Jerusalem steht in einer Klammer: Auf der einen Seite  das nach Jerusalem gehen Müssen auf der anderen Seite das Auferstehen am dritten Tag! Diese beiden Klammern weisen auf eine andere Größe hin: Auf Gott, seinen Vater. Der setzt im das Müssen, weil er auf Gottes Wort dorthin geht; im Rahmen seiner Aufgabe, das Reich Gottes zu verkünden. Gott ist es aber auch, der ihn am dritten Tag auferwecken wird.

Wir sehen: Sein Leiden und Sterben ist ganz eingebettet in Gottes Verfügung! Diese Einbettung bewahrt ihn davor, allein auf Leid und Tod zu starren, dabei zu erstarren und darunter zu zerbrechen.
Genau das tut Petrus: Der sieht nur das Leiden und den Tod – und reagiert entsprechend ablehnend: Das möge Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen!

Unverzüglich weist Jesus dies als rein menschliches Denken zurück, das Gottes Denken völlig außer Acht lässt. Diese Außerachtlassung verhindert den Zugang zum Denken Gottes, beraubt ihn der Kraft, die aus diesem Denken Gottes kommt und will Jesus vom Leiden und Sterben in Jerusalem abhalten. Ganz scharf nennt Jesus ihn deswegen einen Satan, weil er durch sein Tunneldenken nur an Leid und Tot dem Bösen Macht verleiht, die Gedanken Gottes zu verhindern.

Jesus ist nicht diesem Tunneldenken verfallen; er weiß vielmehr, dass dieses Leiden und Sterben daher kommt, dass er den Willen Gottes konsequent erfüllt und dadurch Anstoß und Ablehnung bei den jüdischen Autoritäten erfährt, was schließlich sein Leiden und Sterben in Jerusalem nach sich zieht.
Er weiß aber auch, dass Gott sich von diesem menschlichen Denken und Handeln nicht davon abbringen lässt, sein Heilswirken durch Jesus hier auf Erden zu vollenden. Und diese Vollendung bewirkt Gott, indem er das Fehlverhalten der Juden in sein Heilswirken mit hinein nimmt und in Jesu Auferweckung zur Vollendung führt.

Jesus konnte sein Leiden und Sterben bewusst annehmen und in sein Leben völlig integrieren, weil er in tiefer Verbundenheit mit Gott, seinem Vater gelebt hat. Diese konsequente Ausrichtung auf Gott hat ihm gerade in den stärksten Bedrängnissen seines Leidensweges geholfen, sich in Gottes Hände zu legen und nicht vor Leid, Kreuz und Tod davonzulaufen; denken wir nur an sein Beten am Ölberg und in der Gottverlassenheit seiner letzten Atemzüge.

Eben dies verlangt Jesus auch von seinen Jüngern: Dass sie das Leiden nicht suchen! Dass sie jedoch alles Leiden und Sterben, das ihnen aus ihrem christlichen Leben erwächst und zugeteilt wird – dass sie dies mutig annehmen und in der Nachfolge Jesu in ihr Leben einordnen. Selbstverleugnung meint dabei Selbstverwirklichung in der Nachfolge Jesu.

Leiden von außen wird deshalb auch bei uns daher kommen, dass unser christliches Leben Anstoß und Widerspruch bei unseren Zeitgenossen erregt. Bei uns kommt noch dazu, dass wir auch leiden werden in der Auseinandersetzung mit unserem inneren Schweinehund.

Jedenfalls wird auch uns die Treue zu unserer christlichen Berufung und das gewisse Vertrauen, dass wir mit Christus auferstehen und vollendet werden, die absolute Kraft- und Trostquelle sein bei der Einordnung von Leid und Tod in unser christliches Leben. Amen!

Samstag, August 09, 2014

Lob, wem Lob gebührt



+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 11: 27 28



In jener Zeit,

27 als Jesus zum Volk redete, rief eine Frau aus der Menge ihm zu: Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat.

28 Er aber erwiderte: Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.





Im Evangelium hören wir, wie jemand Jesus beim Predigen ins Wort fällt. Es ist eine Frau. Ist das ein Zeichen von Unhöflichkeit? Nein! Es ist ein Zeichen der Begeisterung: Die Frau ist fasziniert von dem, was Jesus sagt und vor allem wie er redet! Sie behält diese Begeisterung nicht für sich sondern lässt sich davon tragen zu den lobenden Worten, die wir im Evangelium hören: Worte des Lobes und der Anerkennung - allerdings nicht von Jesus! Sie lobt Jesus nicht direkt, indem sie sagt: Du predigst herrlich! Deine Worte und wie du sprichst ist einfach fantastisch! Du bist ein großartiger Prediger!



Sie lobt Jesus nicht direkt sondern sie lobt seine Mutter: "Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat!" (LK 11:27b) Sie lobt Jesus indirekt über seine Mutter: Die Mutter, die so einen Sohn hat, kann stolz auf ihn sein!



Jesus ärgert sich nicht über dieses Dreinreden der Frau. Er widerspricht ihr auch nicht. Vielmehr sieht er das Verhalten der Frau als eine Einladung zu einer Gespräch und antwortet ihr: „Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen!“ (Lk 11:28b)



Wie wir sehen, lässt Jesus die Worte der Frau im Raum stehen. Er bringt mit seiner Antwort jedoch eine weitere Größe ins Gespräch: Gott und sein Wort! Damit nimmt er seine Mutter zurück und auch sich selber und stellt Gott und sein Wort in den Vordergrund! Er will damit sagen, dass es um Gott gehen muss und um sein Wort, sprich: um seinen Willen! Das ist es, was selig macht! Das ist es , was zählt! Darauf kommt es an!Das ist vor allem anderen lobenswert!



Interessant ist nun, dass seine Mutter Maria und auch er selber solche Menschen sind, denen es vor allem anderen um Gott und sein Wort geht, ja, die geradezu von diesem Wort Gottes leben und es ganz in ihr Leben hereinlassen! So sagt Jesus einmal von sich selber, dass es seine Speise sei, den Willen Gottes zu erfüllen (vgl Joh 4:34)!

Und auch von Maria wissen wir, wie sie zum Engel Gabriel sagte: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe wie du gesagt hast!“ (Lk 1:38bc)

Jesus lässt die einzigartige Beziehung Mariens zu ihm bestehen. Da kann keine Frau dazustehen. Er weist aber hin auf das, was allen möglich ist: Dass sie Gottes Wort aufnehmen und in ihrem Leben verwirklichen - und darin ist Maria und er selber ihnen Vorbild und Ermutigung. Damit sagt Jesus, dass alles Lobenswerte ein Geschenk von Gott ist und jedes Lob letztlich ihm selbst gebührt.






Was können wir also nach dem kurzen Zwiegespräch zwischen Jesus und der Frau sagen? Dass es gut ist, wenn wir einander loben - direkt oder indirekt! Dass dies aber nur die halbe Wahrheit ist und dass die ganze Wahrheit darin besteht, dass jedes Lob, dass wir einander schenken letztlich in das Lob Gottes einmündet.



I Zum Kirchtag in Gepatsch

Wenn wir uns also hier in Gepatsch umsehen, werden wir viel Lobenswertes bemerken: Wie etwa Luzia, Matthias und ihre Mitarbeiter hier den Laden schaukeln und wie sie gut miteinander auskommen; dass ihre Arbeit in Anspruch genommen wird von zahlreichen Gästen, die sich hier wohl fühlen; dass Wirtsleute und Gäste in einer so herrlichen Gegend leben, arbeiten und urlauben dürfen; dass für die hl. Messe alles so gut vorbereitet wurde; dass wir anschließend bei froher Gemeinschaft beisammen sein dürfen; ich könnte noch lange fortfahren; das lasse ich aber euch selber tun - je auf persönliche Weise, sonst hört meine Predigt nämlich nicht mehr auf.



Es gibt also jede Menge Lobenswertes, das wir dankbar anerkennen - das wir aber auch ganz bewusst im Sinne Jesu hinführen wollen zu dem, der zuerst und zuletzt der LOBENSWERTE ist - zu Gott unser aller Vater - indem wir sagen: Wie lobenswert sind doch die oben Aufgezählten, weil sie Gottes Gaben in ihrem Leben annehmen und so großzügig weitergeben! Möge dies auch weiterhin so sein! Amen!

PS: Das Gepatschhaus ist ein Gasthaus über dem hinteren Ende des Gepatschstausees im Kaunertal,Tirol, Austria. Neben dem Gasthaus befindet sich eine Holzkapelle, die am 5. August, Maria Schnee, ihr Patrozimium feiert. Anlässlich dieses Festes wurde die obige Predigt gehalten. 

II Zu Maria Aufnahme in den Himmel am Vorabend


Maria wird dies selber im Magnifikat tun, das sie morgen im Festtagsevangelium singen wird. Dabei nimmt sie den Lobpreis der Frau im heutigen Evangelium vorweg: „Siehe, es preisen mich selig alle Geschlechter, denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig!“ (Lk 1:48b.49). Sie gründet das Lob, das Menschen ihr zollen werden, in Gottes Großtat in ihrem Leben und verbindet dies mit der Heiligkeit seines Namens.
 
So umschreibt Maria, was Gott durch sein Handeln an ihr und an uns Menschen überhaupt beabsichtigt: Er will heilen durch Heiligung; er will uns Menschen Anteil geben an seiner Heiligkeit. Und weil Gott auch dies gründlich und umfassend tut, will er den gesamten Menschen mit Seele und Leib in seine Heiligkeit hineinnehmen. Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass er seine Heiligkeit mit uns Menschen in unserer Gesamtheit teilen will. Mit Gesamtheit meint er beides: Mit jedem einzelnen Menschen hier auf Erden und mit jedem Menschen als leib-seelisches Wesen. Eben das bringt Gott zum Ausdruck, indem er Maria mit Leib und Seele in seine Herrlichkeit aufnimmt. Er sei gepriesen für seine Güte jetzt und in Ewigkeit! Amen!
 

Frei in Christus


 
+ Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus 14: 22 – 33



22Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.

23Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg.

24Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.

25In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.

26Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.

27Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!

28Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme.

29Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.

30Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich!

31Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

32Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.

33Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.









Paulus fordert die Gemeinde in Rom auf: „Lasst uns nach dem streben, was zum Frieden und zum Aufbau der Gemeinde beiträgt.“ (Röm 14:19)

Was für jedes Gemeindemitglied gilt, gilt erst recht für das Haupt der Gemeinde, das Christus ist!



Das heutige Evangelium erzählt vom Beitrag Jesu zum Aufbau der Gemeinde. Das Großartige dabei ist nicht, dass es über das Wasser geht sondern dass er jenen Beitrag leistet, der ihm zum Aufbau der Gemeinde möglich ist – das betrifft einzelne, wie den Petrus sowie die ganze Gemeinde der Jünger im Boot! Er tut das Seine, um die Jüngergemeinde aus der Not herauszuführen, in die sie geraten ist. Die Jüngergemeinde tut das Ihre, indem sie auf Jesus hört, sich nicht fürchtet und vertraut, dass er es ist; indem Petrus zu Jesus schreit: „Herr, rette mich“, sich von Jesus an der Hand nehmen und retten lässt; indem die Jünger Jesus schließlich in ihr Boot hereinlassen.

Das lädt uns ein, dass wir uns nach unserem Beitrag zum Aufbau der Gemeinde fragen.

Von uns wird nicht gefordert, dass wir auf dem Wasser gehen so wie Jesus. Aber vielleicht ist von uns gefordert, dass wir mit einem Mitmenschen Geduld haben und so auf dem Wasser der Ungeduld ihm begegnen.

Oder vielleicht sollten wir uns im Vergeben üben und so unserem Mitmenschen auf dem Wasser der Unversöhnlichkeit begegnen.

Oder vielleicht sollten wir aufmerksam miteinander umgehen und so einander auf dem Wasser der Achtlosigkeit begegnen.

Es gibt noch viele andere Weisen, wie wir einander auf dem Wasser entgegengehen und aufbauen können. Jeder von euch findet bestimmt die Seine! Die Gemeinde, und das heißt einander, aufzubauen gehört zur Grundausstattung unserer christlichen Berufung.



Das Evangelium erzählt heute auch vom Rückzug Jesu auf den Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Kein Mensch war dabei. Wir wissen nicht, wie und was er gebetet hat. Soviel dürfen wir aber bestimmt sagen: Es war ein besonderes Sein bei, mit und in Gott, seinem Vater. Für menschliche Begriffe nicht einzufangen!

Das heißt nun nicht, dass er vorher Gott nicht ebenso ganz nahe gewesen wäre – das bezeugt die voraufgehende wunderbare Brotvermehrung, von der wir letzten Sonntag gehört haben.

Es heißt auch nicht, dass er Gott auf dem Berg zurückgelassen hätte und nachher ihm nicht mehr so nahe gewesen wäre – das bezeugt die Weise, wie er heute seine Jüngergemeinde aufgebaut hat.

Jesus ist immer im Vater und der Vater ist immer in ihm! Im Beten wird ihm dieses Einssein bewusst und in der Sorge um die notleidenden Menschen und um seine Gemeinde wird dieses Einssein zur sprudelnden Lebensquelle.

Ich muss hier an Paulus denken, wie er den Römern schreibt: „Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.” (Röm 14:8)

So ist es auch mit Jesus: Arbeitet er, so arbeitet er dem Vater; betet er so betet er dem Vater. Ob er arbeitet oder betet, er ist eins mit dem Vater!

Geht er von der Arbeit zum Gebet, geht er von Gott zu Gott! Geht er vom Gebet zur Arbeit, geht er von Gott zu Gott!

Sein ganzes Leben ist von seinem Vater durchformt und geprägt!



So muss es auch bei uns werden: Wenn wir zum Gebet gehen oder zum Gottesdienst, dann dürfen wir dabei nicht einem Gott begegnen, der sonst nie in unserem Leben vorkommt!

Und wenn wir vom Gebet oder vom Gottesdienst weggehen, dann dürfen wir Gott nicht in der Kirche zurücklassen, gerade so als dürfte er mit unserem übrigen Leben nichts zu tun haben.

Wenn unser Beten und unser Gottesdienst rundherum ein isoliertes Sein bei Gott ist – dann ist es gerade das nicht! Dann ist es ein Sein bei uns selbst zurückgeworfen auf uns allein – eine schreckliche Einsamkeit!

Vielmehr muss es so sein: Wenn wir zum Gebet gehen oder zum Gottesdienst, dann müssen wir auf Gott gehen wie auf Wasser, das uns dorthin trägt. Und wenn wir das Gebet und den Gottesdienst wieder verlassen, dann müssen wir uns von Gott wie auf Wasser in unser alltägliches Leben hinaustragen lassen.



Zudem haben wir im Evangelium gehört, dass Jesus auf dem See ging!

Wohlgemerkt auf  dem See und nicht über dem See! Das heißt: Er war mit dem Seewasser in Kontakt wurde von ihm aber nicht im Gehen gehindert.

Im Blick auf unsere Befindlichkeit als vom Wasser Bedrohte, Umspülte und Fortgerissene ist dies eine sehr tröstliche Wahrheit: Sie sagt uns, dass Jesus nicht über unserer Armseligkeit schwebt sondern dass er damit in Kontakt ist – freilich nur so, dass er in keiner Weise in seiner Freiheit eingeschränkt ist. Und diese Freiheit hat er nicht, um zu brillieren sondern um uns zu helfen, um auch uns zu dieser Freiheit zu führen.

An der Episode mit Petrus wird deutlich: Wir sind zur Freiheit Christi befähigt, weil von ihm berufen und ermächtigt! Freilich ist diese Freiheit für uns nur lebbar in umfassender, gläubig vertrauender Ausrichtung auf Jesus.

Der Herr führe uns durch seine Gegenwart hinaus ins Weite und lasse uns frei sein in ihm! Amen!